390 Route 49.

SEVILLA. a, Kathedrale,

Sisernen. der Juden, im Mudejarstil, steht: „Der König der Könige will
öffnen, der König der Erde will eintreten“, Auch die Schränke verdienen
Beachtung (S. 1xx111).
Die Cap. del Mariscal (Gr. 18) enthält ein schönes zehnteiliges
Altarbild von Pedro Cumpaha: Darstellung im Tempel, unten der
zwölfjährige Jesus im Tempel, mit Bildnissen des Stifters, Marschalls
 Pedro Caballero,- und geiner Familie, 1880 restauriert
(S. 5xxx1r). — In der anstoßenden Contadurfa mayor (Gr. 19),
wo die. Karten zur Besichtigung (S. 879) ausgegeben werden , ist
sine thronende Madonna mit Heiligen von Sänchezx de Castro.
Die elliptische, 14m 1, und Im br. Sarı CAPITULAR, seit 1580
von RiaRo und Qainza erbaut, 1592 vollendet, hat platereske Dekoration
 (S. zvır). Man beachte die schöne Decke und die sechzehn
Marmorreliefs Sevillaner Meister (1580-90). In der Kuppel acht
Ovale (Patrone der Stadt) von Murillo sowie eine * Concepciön von
üemselben; über dem bischöfl, Thron: Pacheco, der h. Ferdinand,
An der Ostseite: die Cap, de la Concepeiön grande (Gr. 20) mit
schöner Reja, — Durch ein hohes Gitter von 1773 tritt man in die
CAPILLA REAL, einen 38m 1, 15m br. und 29m h. Renaissancebau,
an Stelle der alten kgl, Grabkapelle 1551 von Martin Gainza (S.Lxvm)
begonnen, fortgeführt von Hernän Ruiz (S. 385), vollendet 1575 von
Juan de Maeda; beachtenswert die acht kandelaberartigen Pilaster,
der reiche plastische Schmuck und die hohe Kuppel. Am Eingang
der Kapelle 1. und r. die Gräber Alfons’ des Weisen (| 1284) und
seiner Mutter, der Königin Beatrix von Schwaben, In der Apsis, die
ein Gitter abschließt, vorn ein Altar mit dem 1729 verfertigten
silbernen Reliquienschrein des h. Ferdinand, hinten ein Altar mit der
Virgen de los Reyes aus dem xmmn. Jahrh., angeblich Geschenk des h.
Ludwig von Frankreich an den h. Ferdinand. Der Leichnam des h.
Ferdinand wird am 14, und 30. Mai (Todestag des Heiligen, 1259),
22. August und 23, November (S. 379) ausgestellt.
Neben dem vorderen Altare führen Stufen hinab in das Pan teön, mit
den Särgen Peters des Grausamen (S. 331), der Marfa de Padilla (S. 384),
der Infanten Don Fadrique, Don Alonso, Don Pedro u. a, Über dem Sarge,
in welchem der h. Ferdinand ursprünglich beigesetzt war, ist ein kleines
Elfenbeinbild, /@ Virgen de las Batallas (S. LX111), aufgestellt, welches der
König stets an seinem Sattelknopfe mit sich führte, Die 1531 größtenteils
erneute Fahne (pendön) und das Schwert des Königs, die hier (nicht sichtbar)
 bewahrt werden, werden am 928. Navember in Prozession umhergetragen.

In der Sala capitular (r.) der Capilla Real ist ein h. Ferdinand ‚in
der Sakristei (1.} eine Mater dolorosa, beide von Murillo. — Die
Cap. de San Pedro (Gr. 21) enthält auf dem Hauptaltar neun Bilder
aus dem Leben des Apostels von Zurbarän (1625; S. LXXxvI).
Am nördl. Seitenschiff: die Cap, del Pilar (Gr. 22), mit einem
Bildwerke der Virgen del Pilar von Pedro Millän (S.1xv). — Jenseit
der Puerta del Lagarto (S. 387) die Cap. de los Kvangelistas (Gr, 23),
mit einem Altarbilde in neun Abteilungen von dem Holländer Ferd,
Sturm (1555), auf der Predella 1. unten die H, Justa und Ruflna mit