ag. Kathedrale. SEVILLA. 49. Route, 391

der alten Giralda (S. 385). — Bei der Puerta de los Naranjos (8. 387)
der Altar de la Virgen de Bel6n (Gr. 26), mit einem guten Bilde
der h. Jungfrau von Al. Cano. Die Cap. de San Francisco (Gr. 27),
mit schönen Fenstern und einer Glorifikation des h. Franziskus von
Herrera el Mozo (1657), sowie (darüber) einem Bilde von Juan Valdes
Leal, die h. Jungfrau verleiht die Kasel an den h. Ildefons (8. 133). —
Die Cap. de Santiago (Gr. 28), mit einem Bilde dieses Heiligen
von Juan de las Roelas (1609), (darüber) einem h. Laurentius. von
Valdes Leal und dem gotischen Grabmal des Erzbischofs Gonzalo de
Mena (+ 1401). — Die Cap, de Escalas (Gr. 29), mit dem Kenotaph
des 1540 in Rom verstorbenen und dort beigesetzten Bischofs Baltasar
 del R£o, eines Freundes Leo’s X., einem Altarrelief, Ausgießung
 des h, Geistes (8. zxvr; 1589), und einem glasierten
Tonrelief, Madonna mit vier Heiligen, aus der Robbia- Werkstatt, —
Die CAPILLA DEL BAPTISTERTO (Gr. 30; vorm. bestes Licht) enthält
das berühmte ** Bild von Murillo: dem h, Antonius von Padua
erscheint das Christkind, gemalt 1656 und in seiner ganzen wunderbaren.
 Farbenpracht erhalten (S. xc; die Figur des knieenden
Heiligen wurde 1874 aus dem Bilde herausgeschnitten, aber bald
darauf in New York entdeckt und geschickt wieder eingefügt); darüber
 eine Taufe Christi, ebenfalls von Murillo,
Durch die letzte Tür r. tritt man in das Sagrario, das als Pfarrkirche
 dient (auch vom Patio de los Naranjos und von der Calle del
Gran Capitän aus zugänglich), im Barockstil 16418 von Miguel Zumärraga
 begonnen, 1662 von Lor. Fern. de Iglesias beendigt, 34m
lang, 18m breit, mit einer einzigen Wölbung von 23m Höhe. Der
Retablo von Pedro Roldän stammt aus dem ehem. Franziskanerkloster
(S. 392), mit Hochrelief der Kreuzabnahme (von Montafi68?), —
Unter dem Sagrario befindet sich die Gruft der Erzbischöfe von Sevilla,

b. Die mittleren, östlichen und nördlichen Stadtteile.
Die Plaza de 1a Constituciön (Pl. E 3), mit balkongeschmückten
 Häusern, ist der Mittelpunkt des städtischen Verkehrs,
der sich von hier südl. durch die Calle de Cänovas del Castillo, nördl.
durch die Calle de las Sierpes (S. 392) weiter bewegt. In alter Zeit
fanden hier Turniere, Stierkämpfe und andere Feste statt. — Der
Platz ist östl. begrenzt von der Audiencia, dem 41908 restaurierten
Gerichtsgebäude. — Die ganze Westseite des Platzes nimmt die
* Casa del Ayuntamiento (Pl. E 4) oder Casas Capitulares (Stadthaus)
 ein, ein stattlicher, 1527-64 nach Diego de Riafio’s Entwurf
errichteter, 1891 restaurierter Renaissancebau; die andere, z. T. unverziert
 gebliebene Front ist der Plaza de San Fernando zugewendet,
Der reichverzierte südöstl, Teil des Gebäudes gilt mit Recht als
aine der reizvollsten Schöpfungen des plateresken Stils (S. Lv).
Im Innern (Eintritt 8. S. 879; Haupteingang im Osten) die Sala capiklar
 mit schönem Gewölbe, in dessen Feldern Hochrelief bilder spanischer
Könige, der Erzbischöfe Leander und Tsidor. der Kardinaltugenden u, 8