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SEVILLA. b, Mittlere und

angebracht sind. Der Saldn del Alcalde enthält gute alte Porträte aus dem
Nachlaß der Herzogin von Montpensier (S. 400), die übrigen Räume moderne
Bilder, Eine schöne moderne Treppe führt hinauf zu der Biblioteca municipal
fwochent. 12-4 Uhr geöffnet), wo das mit der thronenden Figur des h.
Ferdinand geschmückte städtische Banner (xzv. Jahrh.) verwahrt wird. Im
ersten Stock befindet sich außerdem ein noch ungeordnetes Museo
Arauedldgico,

Die Plaza Nueva oder de San Fernando (Pl.E 4), der
größte Platz Sevillas, ist von Hotels umgeben und mit Dattelpalmen,
Marmorbänken, Buden der Aguadores usw. besetzt. Im Sommer
finden hier abends oft Konzerte statt.
In dem Kreuzgang des Franziskanerklosters, das früher die Stelle des
Platzes einnahm, stand eine rümische Togastatue, die für das Grabmal eines
alten Komturs galt. Gabriel Tellez (Tirso de Molina; 1572-1648) hat sie in
seinem Drama „el burlador (Spötter) de Sevilla 6 el convidado de piedra“
verwendet und Mozart hat den „steinernen Gast“ in seinem Don Juan (1787)
unsterblich gemacht,
Die enge, äußerst lebhafte * Calle delas Sierpes(Pl.ED3,
4), so genannt nach dem Schilde eines Mesdn (Wirtshaus), enthält
die glänzendsten Kaufläden, die größten Kaffeehäuser und die
Klubs. Der stärkste Verkehr herrscht abends. Wagen sind nicht
zugelassen. — Die nördliche Fortsetzung der Straße, die Calle de
S. Marfa de Gracia und die Calle del Amor de Dios, führt nach der
Herkules-Alameda (S. 396), die zweite Seitengasse r., Calle Sagasta,
nach der Plaza San Salvador, andere Seitengassen r, führen nach
der Casa de Expö6sitos (S. 395) und nach der Universität (S. 394).
Die Kirche San Salvador (Pl. D E 3), ein 1774-92 errichteter
Barockbau, mit schöner Kuppel und. einem älteren, z. T, noch gotischen
 Turm, enthält am 2. Altar r. eine Christusstatue von Montanes.
In dem nördl. angrenzenden Hof steht eine Kapelle mit einem wundertätigen
 Kruzifix, el Cristo de los Desamparados (Verlassenen).
Durch die an dem Turm vorüberführende enge Calle Alcuceros,
über die Plaza del Pan, die Calle Confiterfas, dann schräg über die
Plaza de la Pescaderfa und durch die Cuesta del Rosario gelangt
man auf die kleine Plaza de Plasencia, mit der Kirche San Isidoro
(PL E 3), die am Hochaltar ein berühmtes, von Murillo eifrig studiertes,
 leider sehr schlecht beleuchtetes Bild von Roelas enthält,
den * Heimgang („el tränsito“, Tod) des h. Isidor darstellend
(S. 1xxx1m). — Von hier folge man der Calle Almirante Hoyos und
der Calle de Aguilas, mit mehreren hübschen Patios, nach der
Plaza de Pilatos,
Die *Casa de Pilatos (Pl. E2; Eintritt s. S. 379), Eigentum des
Herzogs von Medinaceli, wurde wahrscheinlich zu Anfang des xvı
Jahrh. von Christlich-maurischen Baumeistern für Pedro Enrfques
de Ribera (+ 1519) begonnen und unter seinen Nachkommen Fadrique
Enrtquez de Ribera, Marques de Tarifa (+1535), und Per Afün de
Ribera (+ 1571), Vizekönig von Neapel, vollendet. Da der Marqu6s
de Tarifa eine Reise nach Jerusalem gemacht hatte (S.Lv1I), 80 galt
der Bau beim Volk als eine Nachahmung des Hauses des Pilatus. Don
Fernando Enrfquez de Ribera, der]dritte Herzog von Alcalä, lerte eine