394 Route 49.

SEVILLA, d. Östliche und

Terrakottaornament von dem Pisaner Franc. Niculoso und Heiligenreliefs
 von Pedro Millän (S. ıxv). Im Innern der Kirche beachte
man das schöne Gewölbe, die reiche Wandbekleidung mit Azulejos,
die zu den hervorragendsten des xvr. Jahrh. gehören, und die beiden
Altäre mit den Statuen Johannes’ d. Ev. und Johannes’ des Täufers
von AL. Cano (S. 1Xx1v).
Wir kehren zum Argüellesplatze (S, 393) zurück und wenden
uns von hier westl. durch die kurze Calle de 1a Imagen zu der Plaza
de la Encarnaciön, und quer über den Markt (Mercado; Pl. D 3) in
die Calle de Larafıa zur Universität,
Die Universität (Pl, D 3) führt ihren Ursprung auf eine 1256
von Alfons dem Weisen gegründete Schule zurück, die 1502 auf
Betreiben des Erzdechanten Maese Rodrigo de Santaella von den
Katholischen Königen zur Universität erhoben und als solche 1505
von Papst Julius IT, bestätigt wurde (Colegio del Maese Rodrigo).
Sie hat eine philosophische, eine juristische, eine naturwissenschaftliche
 Fakultät und seit 1868 auch eine medizinische Schule
(vgl. S. 419), mit ca, 40 Professoren und 400 Studenten. Karl III.
überwies ihr 1771 das von Herrera erbaute Jesuitenkollegium, in
dem sie jetzt ihren Sitz hat (die medizinische Schule in dem früheren
Kloster Madre de Dios; Pl. E 2). Durch die Vorhalle tritt man in
den großen Patio, mit weißen Marmorsäulen und, 1900 errichtetem
Bronzestandbild des Maese Rodrigo. Die Sala de Actos enthält r,
Brustbilder der H, Franziskus Borgia und Ignatius von Loyola von
Alonso Cano, h. Dominikus von Zurbarän, h. Hieronymus von Marinus
 van Reymerswaele, Die Universitätsbibliothek (Eintritt s, S. 379)
umfaßt 95000 Bände und 796 Handschriften,
Die UNI vERSITÄTSKIRCHE (Eingang im Universitätshof ; Trkg.
!/2 p.), 1565-79 wahrscheinlich von Bart, Bustamante im Renaissancestil
 für die Jesuiten erbaut, enthält zahlreiche Kunstwerke. Am
Hochaltar: in der Mitte Roelas, h. Familie umschwebt von einem
Engelchor (S. 1xxxm1); zu beiden Seiten Juan de Varela, Geburt
Christi und Anbetung der Könige; Montanes, Statuen der H. (.)
Franziskus Borgia und (r.) Ignatius (S. Lxx1x); am Tabernakel Roelas,
Jesus als Kind; oben Pacheco, Verkündigung; Alonso Cano, die
beiden H., Johannes; Montanes (?), Statuen der H, Peter und Paul.
Im 1. Querschiff Altarbild von Pacheco (das Mittelstück eine flandrische
 Madonna) und Wandgrabmal des Lor. Sufrez de Figueroa
(+ 1409). Im r. Querschifr Wandgrabmal des gelehrten Benito Arfas
Montano (1527-98). Im Hauptschiff große marmorne Renaissance-Wandgrabmäler
 des (1) Pedro Enrfquez de Ribera (S. 392), von
Antonio Maria de Aprile, und (r.) seiner Gattin Catalina de Ribera,
von dem Genuesen Pace Gazini (S, LXWVI); dazwischen auf dem Boden
Bronzegrabplatte des Per Afän de Ribera (S. 392).
Die Calle de Larafıa mündet westl. auf die Calle de 1a Cuna,
amtlich C. de Federico de Castro genannt, Links n° 3 und 5 hübsche
Patios, N°3 ist das Haus des Marques de Montilla, eines Nachkommen