396 Route 49.

SEVILLA. ce, Westl, Stadtteil:

hat schöne Patios und Treppen. Der Platz selbst war oft Schauplatz
von Turnieren und öffentlichen Festen, sowie der Streitigkeiten der
Familien Medina Sidonia und Ponce de Le6n.
Die Fortsetzung der Sierpesgasse, die Calle del Amor de Dios,
und ihre westl. Parallelstraße, die von der Plaza del Duque de la
Victoria ausgehende Calle de Trajano, münden nördl, auf die schattige
Alameda de Hörecules (Pl. B 3). Am südl. Eingange der Promenade
stehen seit 1574 zwei hohe römische Granitsäulen (vgl. S, 385) mit
den Statuen des Herkules und Julius Caesar, Die modernen Denkmäler
an ihrem Nordende sind ohne Interesse. Man feiert hier die S, 379
gen. „Veladas“,
Im W. der Alameda, Calle de Santa Clara 32, liegt das
vom h. Ferdinand gegründete, im xvI.-Xxvıl. Jahrh, modernisierte
Nonnenkloster SANTA CrArA (Pl. B 4), mit zahlreichen Bildwerken
von Mart. Montanes (S. .xxmm) und schöner Artesonadodecke. Von
der Treppe hinter dem Retablo hat man einen Blick in den unzugänglichen
 Klostergarten und auf die spätromanische, 1252 erbaute
Torre de Don Fadrique, ehemals zum Palast des Infanten Don
Fadrique, Bruders Alfons’ X., gehörig.
Durch das große Tor am Nordende dieser Straße betritt man das
ebenfalls vom h. Ferdinand gegründete, 1770-71 größtenteils erneute
Nonnenkloster SAN ÜLEMENTE 3L RraL (Pl. A 4), das sich auf den
Trümmern des Vib-Ragel (bib ar-radschul?), der einstigen Residenz
der “Abbädiden (S, 381), erhebt, In der Kirche sind zu erwähnen:
die Artesonadoholzdecke, eine Statue Johannes’ d. T., tr. vom Eingang,
 von Caspar Nünex Delgado, die Montahes zugeschriebenen
Statuen der H, Bernhard und Benedikt am Hochaltar, das einfache
Wandgrab der Maria von Portugal, Gemahlin Alfons’ XI., sowie die
Azulejos von 1588,
Dem Südende der Calle de Santa Clara gegenüber liegt die Kirchg
San Lorenzo (Pl.B C 4), mit einer h, Familie und einer Verkündigune
von Pedro Villegas Marmolejo (1520-97), dessen Grab sich hier befindet,
 Im Innern: am Hauptaltar vier Reliefs und Statue des h.Lorenz
von Montangs (1639), sowie eine Statue des Heilands, genannt Nuestro
Sefior del gran Poder; dem Altar gegenüber r. vom Coro ein archaistisches
 Wandgemälde des xv. Jahrh., Nuestra Sefiora de Rocamador
(S. LXXvI); an den Wänden gute Azulejos. — Nun von der Plaza de
San Lorenzo südl. durch die Calle de Capuchinas zu der hübschen
Plaza de Gavidia oder de Alfonso XHI(PI © 4), mit einem
Standbilde des Inıis Daois (S. 92) von Snsillo (1889).

Ausgangspunkt zu einer Wanderung durch den südwestlichen
Stadtteil sei die Plaza del Pac{fico (Pl. D 4), ein mit Orangen
bepflanzter, von Hotels umgebener kleiner Platz. — Wir wenden
uns in die Calle de San Pablo, dann vor der Kirche Santa Magdalena
r. in die Calle de Bailen und aus dieser wieder r. durch die Calle