Museo Provineial, SEVILLA. 49. Route. 397

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de Miguel de Carvajal zu der Plaza del Museo (Pl. D 5; amtlich
Pl. de 1a Condesa de Casa Galindo), in deren Mitte seit 1864 ein
Bronzestandbild Murillo’s von Sabino Medina steht.
Das *Museo Provineial (Pl. D 5; „Museo de Pinturas“, Eintr.
s. S, 379), in dem ehem. Mercenarierkloster Convento de lu Merced,
dankt seine Entstehung dem Klostersturm des J. 1835, bei welchem
der Dekan Manuel Löpez Cepero die besten Bilder in den Schutz
des Domkapitels brachte. Die Gemäldegalerie umfaßt nur gegen
200 Nummern (und 10 Skulpturen), aber darunter allein 23 Murillos,
die zum größten Teil aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster (PL. AB 1)
stammen, für das der Meister nach 1670 eine ganze Reihe von Bildern
 aus der Legende des h. Franz von Assisi und des Ordens der
Franziskaner malte (S. xc). 1867 wurde mit ihr ein kleines archäologisches
 Museum vereinigt. — In dem Gebäude hat auch die Escuela
de Bellas Artes ihren Sitz (1. vom Haupteingang), mit 2000 Schülern,
meist Handwerkern, die Majolika-, Mosaik-, Holz- und Metallarbeiten
 verfertigen (Besichtigung mit Erlaubnis des Direktors gestattet).

Aus einem kleinen Patio, mit einem Veläzquez-Denkmal, tritt
man durch ein Azulejosportal in den nördl. Kreuzgang, der das
„Museo arqueolögico“ enthält (überall erklärende Beischriften): römische
 Säulenfragmente, Kapitäle, Grabstelen, Brunnen, Amphoren, Inschriften,
 eine Münzsammlung. Im nördl. Flügel: 1. 95. Trajanstatue;
100. Artemistorso; r.‘152. Trajanskopf; 163. gute röm. Porträtbüste
aus der Zeit der Republik; 172. weibliches Köpfchen; *2058, Dianastatue,
 römische Arbeit nach einem griechischen Vorbild, und Teile
eines Dianatempels aus Itälica (S. 403); 142, zwei westgotische Hochreliefs
 aus Estepa (S. 366). In den südl. Nebenräumen: Azulejos des
xvr, und xvil. Jahrh.; 335. großes schmiedeeisernes Kreuz („la
Cerrajer(a“); römische Mosaiken und Bleisärge aus Itälica. — Aus
dem vorderen Kreuzgangflügel, mit vier Bildern von Juan del Castillo,
dem Lehrer Murillo’s (Verkündigung, Anbetung der Könige, Anbetung
 der Hirten, Heimsuchung Mariä), gelangt man r. durch einen
Saal mit hübscher Holzdecke in den
Hauptsaal der Gemäldegalerie, die alte Klosterkirche,
Der wichtigste Teil der Sammlung, die berühmten Murillos, sind
im Langhaus der Kirche vereinigt. An der Süd(Eingangs)wand (1.):
h. Antonius von Padua mit dem Christkind, *Concepciön, der h. Felix
von Cantalicio mit dem Christkinde, die H. Justa und Rufina mit der
Giralda (S. 385), * Verkündigung, die H, Leander und Bonaventura,
mit vorzüglich behandelter Draperie, Außerdem hier: Roelas, Pfingstfest
 und Tod des h. Hermenegild; Pablo de C&amp;spedes, h. Abendmahl;
(über der Eingangstür) Juan del Castillo, Himmelfahrt Mariä. —
Schmalwand, Mitte: * Roelas, Marter des h. Andreas (S, LKXXIN); daneben
 Herrera d, Ä., der h. Basilius mit den Aposteln und Christus,
der h. Hermenegild. — Die Nordwand ist ausschließlich Murillo gewidmet:
 Klaxe Mariä um den Leichnam Christi, der h. Petrus Nolasco