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e. Ausflüge.

SEVILLA. 49. Route, 408

S. 181DORO DEL CaMro, 1298 von Al. Perex de Guzmän (el Bueno;
8, A427) als Zisterzienserkloster gegründet, 4434 den Hieronymiten
überlassen.
In der Kirche (Zutritt von der NO.-Ecke, klingeln!) beachte man
den schönen Hochaltar von Montafes, mit den Statuen der H. Hieronymus
und Isidor, sowie zahlreichen Reliefs; ferner die Grabmäler des Guzmän
el Bueno und seiner Gattin Doa Maria Alonso Coronel, mit den betenden
Figuren des Ehepaares von Montanes (S. LXX11), sowie das Grab der Dofia
Urraca Osorio, Mutter des Juan de Albar de Guzmän, die auf Befehl Peters
des Grausamen verbrannt wurde; zu Füßen der kleine Kopf ihrer treuen
Dienerin Leonor Dävalos, die sich ihrer Herrin in die Flammen nachstürzte,
5 Min, nordwestl. des Dorfes liegen 1. am Wege die Ruinen von
Itälica (Zos campos de Talca).
Italica verdankte seine Entstehung dem älteren Scipio Africanus,
der hier um 205 vor Chr. einen Ruheort für italische Soldaten grünäete,
 wahrscheinlich als eine zu Hispalis (S, 380) gehörige Gemeinde,
Seit Augustus war der Ort römisches Municipium, seit Hadrian Ko-Jonie,
 Drei römische Kaiser, Trajan (53), Hadrian (76) und Theodosius
 (346), stammen aus Itälica, Zahlreiche Inschriften zeigen,
daß der Ort neben Hispalis, namentlich im ır. und nr, J ahrh., militärische
 Bedeutung hatte. Im Mittelalter und noch später haben die
Ruinen als Steinbruch für Sevilla gedient, Die Ausgrabungen werden
 noch fortgesetzt (die Funde im Museum zu Sevilla, 5. 397).
Der Fahrweg führt direkt zu dem römischen Amphitheater (dem
Aufseher 1/2-1 p.). Die Längsachse beträgt 156m, die kleine Achse
134m. 20 Sitzreihen sind noch zu erkennen, Der Oberbau ist vielfach
zerstört; doch sieht man die Umgänge, die Behältnisse für die wilden
Tiere u, a. Auch das Forum sowie mehrere öffentliche und private
Gebäude sind bloßgelegt worden, aber kaum erkennbar, Westl, liegt
die sog. Casa de los Banos, wohl kaum Thermen, sondem Reservoirs
eines ehem, Aquädukts, Von der Anhöhe wenige Min, nördlich vom
Amphitheater hat man einen Blick auf die fruchtbare Campifia, nö.
La Algaba und die Sierra Morena, östl. hochgelegen Carmona, 8.6.
Sevilla, dahinter die Sierra de Morön.

2, Nach Carmona: 48km, tägl, zwei Personenzüge in 2 St, für
3.85, 2.90, 1.60 p., hin und zurück, mit 2täg. Gültigkeit, 6.00, 4.00,
2.25 p. (Kilometerhefte ungültig), Abfahrt, von der Estaciön de 1a
Enramadilla (8. 375). [Man kann auch den Ausflug über Guadajoz
(S. 375) machen, wohin öfter Gelegenheit ist, oder so zurückkehren. ]
—— Zwischenstationen unbedeutend, außer:
4ökm Alcala de Guadaira (Gasth. : Fonda de Juan Troncoso, bescheiden),
 Stadt von 8000 Einw., in einer fruchtbaren Ebene am 7,
Ufer des Guadaira, mit ca. 200 Getreidemühlen, die den größten Teil
des Bedarfs von Sevilla decken, Aus der Maurenzeit stammen die
umfangreichen Ruinen des am 28. Sept, 1246 dem h. Ferdinand
übergebenen Kastells, mit unterirdischen Getreidekammem (mazmorras;
 S. 201), mehreren Zisternen (aljibes), einem später erbauten
Turm (Torre mocha) und der Kirche San Miguel, früher Moschee,