404 Route 49.

SEVILLA,

€, Ausflüge,

Die Kirche Nwuestra Sefiora del Aguila enthält r, ein Altarbild (h.
Familie) des x1v. Jahrh., die Klosterkirche Santa Clara am r. Seitenaltar
 sechs Reliefs von Montafi6s,
43km Carmona; die Stadt, deren Eingang ein mächtiges maurisches
 Tor bildet, liegt 2km nördlich (Omnibus !/ p., Plätze nicht
immer ausreichend), Der Bahnhof der S. 375 erwähnten Zweigbahn
 nach Guadajoz ist 1km nördl. der Stadt, — Carmona (Gasth.:
H. Las Delicias, P. 5 p., leidlich), mit 17200 Einw., das römische
Carmo, das maurische Karmuna, 1247 von den Spaniern erobert,
liegt auf einem Hügelrücken, der sich weit über die von dem Corbones
 durchströmte reiche Vega im O. und das Guadalquivirtal im
NW. erhebt. Die Kirche San Pedro hat einen der Sevillaner Giralda
ähnlichen Turm, Der hochgelegene Alcäzar hat ein maurisches
Portal; von den Türmen (Schlüssel Plazuela de Juan Fagundes 3)
umfassende Aussicht über das andalusische Tiefland bis zu der Sierra
Morena im N, und der Serranfa de Ronda (S, 314) im Süden, Sehenswert
 ist auch das in den unteren Teilen altröımische Renaissancetor
an der Straße nach C6rdoba,
Im W. der Stadt liegt eine 1881 entdeckte römische NExRoPoLIS (Eintritt
 bei dem Windmotor, 1 p.). Die Gräber sind in Gruppen über den
Abhang zerstreut; senkrechte Schächte führen zu ihnen hinab; ursprünglich
 waren sie wohl z. T, mit oberirdischen Mausoleen verbunden. Einige
Gräber haben Vorhöfe mit Triklinien für die Leichenmahle, am schönsten
das Triclinio del Elefante, nach einem steinernen Elefanten (Symbol des
langen. Lebens?) am Eingang so benannt. Ein unterirdischer Felsentempel
(aus vorrömischer Zeit?) wurde 1905 freigelegt. Die Ausgrabungen werden
unter D. Juan Fernändez Löpez (Calle Martin Löpex 31) fortgesetzt. Die
Fande sind in einem kleinen Museum daselbst untervebracht.

3. Dampfbootfahrt auf dem Guadalquivir: Gesellschaft
 Camacho &amp; Co, (Calle de los Reyes Catölicos 25), täglich vorm.:
bis Coria in 1 St. (60 e.), bis Bonanza in 51/2 St. (4 p.); Abfahrt bei
der Trianabrücke; Billettausgabe auf dem Schiff,
Das Dampfboot fährt 1, an den Delicias (S. 400), dann an den
Laderampen der Kupfer- und Eisenbergwerke von Cala (Minas de
Cala, s, unten) vorüber, und hält bald bei San Juan de Aznalfarache
(arab. Hisn al-faradsch), als Vergnügungsort von Sevilla aus viel
besucht und zu Fuß am Fluß entlang in 3/4 St. zu erreichen (3km),
mit hochgelegener Klosterkirche, von wo man einen hübschen Blick
nach Sevilla hat. Es ist der Ausgangspunkt einer Eisenbahn über
(5km) Camas (S. 406) und (9km) Santiponce (S. 402) nach Minas
de Cala (97km in 41/9-5 St.). — Zur Rechten Hügelland, zur Linken
später eine unabsehbare Niederung, der Salzsumpf der Marismas
(S. 409), Am r. Ufer liegen, inmitten von Orangengärten, Gelves
(6km von Sevilla), dann Coria (11km von Sevilla), mit 4900 Einw.,,
das Caura der Römer, damals wie heute seiner Töpfereien wegen
bekannt, — Dann das Fischerdorf Puebla junto 6 Coria.
Der Guadalquivir teilt sich in mehrere Arme, den Brazo del Este,
den Brazo del Medio und den Brazo de la Torre, welche in den Marismas
 die /sla mayor (rechts) und die Isla menor (links) bilden. Die