HUELVA, 50. Route. 407

110km Huelva,”— Die BaHNKÖFE für Sevilla und Riotinto (s: unten)
sind dicht beieinander im 5. der Stadt, der für Zufra (S. 448) im W., der
Bahnhof Za Punta für Tharsis (S. 408) am jenseitigen Ufer des Odiel. —
Gaste.: H. International, Calle de Sagasta 56, F. 1, &amp;, A,M. 5, P. 40-1212,
Omn, 1 p., gutz H. Paris, Calle de Sagasta 21, P. 6-8 p., neu: Hl. Madrid,
Calle de Sagasta, — SPEISEHÄUSER: La Pefia, Calle Joaquin Costa; Madrid,
Calle de 1a Concepciön, — Bra: Bar Gambrinus, Calle de Palacio.
KOoNsSULATE. Deutsches Reich: Ad. Rey, Calle Monjas 13 Österreich-Ungarn:
 E. Richl, Molino de la Vega. — Deutscher Kegelklub (Club alemän
de bolos), Carretera del Matadero. — Agent der Oldenburg - Portugiesischen
Dampfschiffs-Reederei {nach Lissabon-Porto USW., 3mal monatl.}: L. Clauss,
Calle Odiel 55/57.
Huelva, das alte Onuba , Provinzhauptstadt mit 29000 Binw.,
liegt am 1, Ufer des 4km breiten Odiel, der sich 5km unterhalb mit
dem Rio Tinto vereinigt und unter der Mitwirkung der Meeresflut
die größten Seeschiffe trägt. Der Handelshafen ist nach der Schiffsbewegung
 (1941: 1508 Schiffe mit 1710000 €) der drittgrößte
Spaniens (nach Barcelona und Bilbao). Ihren Aufschwung in den
letzten Jahrzehnten verdankt die Stadt dem Bergbau von Riotinto
und Tharsis (S. 408). Die Erze (kupfer- und schwefelhaltige Kiese)
werden hier verladen (jährlich über 2 Mill. £, davon 1/2 Mill nach
Deutschland). Bedeutend ist auch der Fang der Tunfische auf ihrem
Zuge ins Mittelmeer, wo sie laichen, und die Sardinenfischerei. —
Die Stadt ist weitläuflg gebaut und wird durch einen hergestellten
tömisehen Aquädukt mit Trinkwasser versehen.

Der Ausflug nach La Räbida erfordert mindestens 1/2 Tag: Dilizence
 (48km, 2 p.) mehrmals täglich nach Moguer (Fonda Almirante Pinzön,
P. 5.p.J, 5 km s. von San Juan del Puerto (S. 406), mit einem bemerkenswerten
 befestigten Kloster (x. Jahrh.), jetzt Schule, Von Moguer Wagen
(15 p.) oder Reittier über Palos nach (10km) La RA£bida; Segelboot 5-T1/2 p.
__ Bei dem Franziskanerkloster La Räbida, am 1. Ufer des Rio Tinto gegenüber
 der Mündung des Odiel, erinnert ein kolossales, nicht ganz vollendetes,
jetzt Gefahr drohendes Denkmal des Kolumbus, von R. Veldzquez (1892), an
den Aufenthalt des Entdeckers von Amerika, der nach dem vergeblichen
Versuch, Johann II, von Portugal für seine Pläne zu gewinnen, hier 1455
freundliche Aufnahme (die Zelle wird gezeigt, 4 p.) und durch den Prior
Juan Perez de Marchena, den ehemaligen Beichtvater der Königin Isabella
der Katholischen, einen Fürsprecher fand. Nach langen Verhandlungen ließ
sich Isabella durch die Aussicht auf die Verbreitung des Christentums in den
neuen Ländern zum Abschluß des Vertrags von Santa Fe (S. 354) bestimmen,
und am 3. August 1492 trat Kolumbus von dem jetzt unbedeutenden Hafen-Ort
 Palos de Moguer (oder P. de la Frontera), am 1. Ufer des Rio Tinto
aufwärts von La Räbida (Fahrweg %. T. durch Wald, 8/4 St.), mit den drei
kleinen „Karavellen“ S. Marta, Pinta und Nina seine Entdeckungsfahrt an.
Bei der "Rückkehr aus der Neuen Welt Jandete er wiederum in Palos, am
15, März 1493. Auch Ferd. Cortez landete hier 1528 nach der Eroberung
Mexikos (S. 406). — 1901 entdeckte Prof. W. Sieglin bei La Rdbida zwei
Höhlen von einem alten Heiligtum der Iberer

Von Huelva nach Minas de Riotinto, 85km, Schmalspurbahn
in 4-42 St. (I. XL. 15.95, II. Kl. 5.35 p.; Kilometerhefte ungültig ; Bahnhof
s. oben). — Die Bahn zweigt bei Niebla-Empalme (S. A406) von der Bahn nach
Sevilla 1. ab und führt n. am Rfo Tinto entlang, dessen Wasser vom Kupfer
dunkel gefärbt ist. Die alte Stadt Minas de Riotinto (Unterkunft dürftig),
deren nördl. Teil 1908 infolge von Erdsenkungen geräumt wurde, liegt nahe
bei den Bergwerken. Für die Arbeiter sind west]. vier regelmäßig angelegte
Dörfer vorhanden, von denen eins nur von Engläudern bewohnt wird.