JEREZ. Von Sevilla nach Cädiz,
Ölbäume, Weinpflanzungen und Kaktushecken; Landhäuser kündigen
 Jerez an.

410 Route 51.

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104km Jerez. — BAHNHOF (Restaur.), wo auch die S. 405 erwähnte
Linie von Sanlıtkcar einmündet, am NO.-Ende der Stadt: Hotelomnibus und
Droschken (Einsp. 1p., nachts 5 P., Gepäck 1/4-1 p.) stehen bereit.
GASTHÖFE (vgl. S. xxmı): *H, de los Cisnes (Pl. a: © 2), Calle de]
Duque de Almodövar 53; H. de Jerez (Pl. b: D 2), Calle de las Naranjas 10:
H. Victoria (Pl.c: C2), C. Cänovas del Castillo 1, P. 6-7 p., ordentlich.
Post (Correos; Pl. D 3), €. Cänovas del Castillo 50. — TELEGRAPH
(Pl. C 2), Calle del Duque de Almodövar 22, — KonsuLATE: Deutschland
und Schweden Pedro N. Gonzälez y Soto, Calle Gonzälez Pefia 12 {Pl, C 3):
Norwegen Z£. de /sasi, Calle de Sagasta 16.
THEATER (Pl. D 2) in der Calle de Mesones:; Teatro Kelava (Pl. C 3) für
Varicte. — STIERZIRKUS (Plaza de Toros; Pl. D 1) im N. der Stadt, Corridas
während der Feria (1. Mai).
BÄDER: Calle de Castillanos 3,
Bei beschränkter Zeit(/ Tag): Plaza de Alfonso XI1; San Miguel;
Alcäzarz San Dionisio und Cabildo Viejo; Bodega von Gonzdlez Byass &amp; Co,
Jerez (40m), mit dem Zusatz de la Frontera, die drittreichste
Stadt Spaniens, mit 53000 Einw., ist einer der bekanntesten Weinorte;
 von hier kommt der Jerez-Wein, der Sherry der Engländer, Die
Stadt macht mit ihren schattigen Promenaden und weißgetünchten
Häusern einen höchst sauberen Eindruck.
Der Name der Stadt könnte aus Municipium Seriense entstanden sein,
wenn auch das antike Seria nicht an ihrer Stelle lag, Ein anderer antiker
Name, der der römischen Kolonie Hasla Regia, hat sich in der nahen Höhe
Ic Mesa de Asta erhalten. In der Geschichte wird Jerez zuerst als
Schauplatz des großen Entscheidungskampfes der Westgoten gegen die
Mauren im J. 711 genannt; doch lag das berühmte Schlachtfeld, auf dem
nach mehrtägigem Ringen das christliche Spanien für viele Jahrhunderte
den orientalischen Völkerschaften erlag, nach neueren Forschungen nicht
am Guadalete, sondern unweit des Kaps Trafalgar (5. 434) zwischen Vejer
und Conil an dem Flüßchen Salado. Die Eroberung Sevillas (S, 381) durch
Ferdinand den Heiligen hatte 1251 auch den Fall von Jerez zur Folge, das
aber noch zweimal, 1261 trotz der heldenmütigen Verteidigung durch die
Kastilier Qarci Gdmez Carrillo und Fortün de Torre, von den Mauren zurückz2ewonnen
 ward, Seit der endgültigen Eroberung durch Alfons den Weisen
(9. Okt. 1264) nahm Jerez an den Kämpfen gegen die Mauren hervorragenden
 Anteil. 1362 ließ hier Peter der Arausame (S. 381) seine Gemahlin Blanca
von Bourbon ermorden. Den Beinamen de ia Frontera („von der Grenze“)
führt Jerez, ebenso wie andere nach dem maurischen Osten zu gelegene
Grenzstädte (Arcos, Chiclana, Jimena, Vejer), seit 1879, Die Stadt erfreute
sich besonderer Gunst der Katholischen Könige.
Vom Bahnhof (Pl. E 3) gelangt man w. durch die Calle de Medina,
dann durch die dritte Querstraße 1, zu der hübschen Plaza de las Angustias
 (Pl. D 3); von hier w. durch die Corredera (amtlich Calle de
Cänovas del Castillo genannt) zur Plaza de Alfonso XII {früher
Pit. del Arenal; Pl, C 3), einem !schönen Platz mit Springbrunnen
und Palmen, — Wenige Schritte n.ö. liegt der Mercado central
(Markthalle; Pl, D 2); 8,5. führt die kurze Calle de San Miguel nach
San Mırevzr (Pl.C D 3), einer seit 1482 errichteten dreischifügen
gotischen Kirche. Die Westfassade mit ihren reichverzierten Säulen
ist modernisiert; über ihr erhebt sich der hübsche, oben mit Azulejos
 geschmückte Turm, Die Seitenportale sind noch gotisch.
Im Innern (Sakristan 8,ö, hinter der Kirche: 1/2 pp.) sind die Vierungs-