Von Sevilla nach Cädis, JEREZ. 51. Route- 411

pfeiler, mit ihrem Schmuck von Baldachinen, Konsolen und Leistenwerk,
besonders schön. In den Fenstern reiches gotisches Maßwerk, Der Hoüchaltar
 hat einen großen Retablo mit Reliefs von Montangs (S. LXXIN 3 1625).
An das Querschiff schließt sich im N. das Sagrario, mit Türen von Berru-Kuete.
 In der Capilla de 1a Encarnaciön, v. daneben, beachte man den Altar.
Nun w. zur Plaza Fortün de Torre (PL. © 8), ebenfalls mit
Promenadenanlagen (im Sommer Konzert). Hier nördl. der Alcäzar,
der einzige Überrest aus der Maurenzeit, jetzt im Besitz des Herzogs
von San Lorenzo, z. T. Schule (Inneres unbedeutend). Nordwest,
die Colegiata (San Salvador; Pl, € 3), seit 1695 von Cayön (8. 419)
im Barockstil erbaut, mit Glockenturm (447 Stufen; Trkg. 30 0.),
von dem man eine vortreffliche Aussicht auf die Stadt, die Sierra de
San Cristöbal (S. 405) im W. und das Gebirge bei Arcos im O. hat,
Die unweit beginnende Calle de Jos6 Luis Diez (früher C. de la
Princesa) führt nö. zur Plaza de Eseribanos (Pl. O2). An ihr die
Kirche San Dionisio, aus der Zeit Alfons’ des Weisen, im Mudejarstil,
und das ebem. Rathaus, jetzt Cabildo Viejo, mit öffentlicher Bibliothek,
 ein seit 1575 von Andres de Ribera u. a. errichteter Renaissancehau
 mit wappen- und statuengeschmückter Fassade (8. 11x). —
Wenige Schritte nördl. liegt die Plaza de los’ Plateros.
Am NW.-Ende der Stadt ist das Depdsito de Las Aguas (PL. A 1;
Wasserleitung), daneben die Anlagen der Plaza de Eguilaz.
‚Der Besuch (ca. 1 St.) der berühmten Bodegas, in welchen die Weine
in ungeheuern Mengen lagern, z. B. der von Gonzdlez Byass de Co. (Calle de
Gonzälez Pefna 12, Pl. C 3) oder von Pedro Domecq (Plaza San Ildefonso,
Pl, B 2) wird in der Regel wochentags 11-4 Uhr gern gestattet. Man wird
von einem sprachkundigen Gehilfen geführt und erhält auch einige Proben
zu kosten; e8 empfiehlt sich etwas Eßbares (Biskuit oder dgl.) mitzubringen.
Bei Gonzälez beachte man die großartige Küferei, in welcher 500) Personen
arbeiten, und im Weinlager die Fässer: Christus und die zwölf Apostel,
den Methusalem; den E, I. S., das jst East Indian Sherry, welcher „die
Linie passiert“ hat; den N. P. U. (Non Plus Ultra) u. a. Auch Cognac wird
&amp;us den Trauben bereitet und der CuRanc Domecq in Spanien dem französischen
 vorgezogen. Die ganze Umgebung von Jerez trägt Reben. Man
berechnet dieses Weinland auf 150000 aranzadas (ca. 75000 ha)ı Am berühmtesten
 sind Domecqs Weinberge in Macharnudo, genannt el Majuelo,
and der von Pemartin, Auf den ersteren sind bis zu 709 Arbeiter beschäftigt.
Nach der 1477 gestifteten Cartujs, Akm 8.5. am Guadalete (vgl. den
Karton auf dem Stadtplan; Wagen ca. 5 p., handeln !), führt aus der Stadt
(Calle del Sol Pl. D E 3) ein meist schattiger Weg z. T, zwischen Weinbergen
 hin. ‘Das Kloster ist seit 1876 z. T. als Beschälstation (Depdsito
de Caballos sementales) eingerichtet und in traurigem Verfall. Man gelangt
zuerst an die prächtige Renaissaucefassade, 1571 von Andres de Ribera erbaut,
 dann durch einen grasbewachsenen Patio zu der gotischen Kirche,
mit reicher Fassade von 1667; innen ist eine schöne Reja und vor dem
Hauptaltar der Grabstein des Gründers. Von den drei Höfen ist besonders
 der Patio Principal zu beachten, mit prächtigen Marmorsäulen.
Ein guter Fahrweg (40km; täglich Diligence von Calle de Arcos 42,
Pl. D 2; 3 p.) führt von Jerez über die Llanos de Caulina (S. 409) und an
dem Turm Melgarejo (S. 409) vorüber, dann über die Llanos de Don Carlos,
zuletzt auf der Brücke Alcantarilia de Jerez über den Salado de Arcos nach
dem hoch über dem Guadalete erbauten
Arcos (Gasth. : F, del Comercio, leidlich), mit dem Beinamen de la Frontera
(S. 410), Stadt von 14 000 Einw., an der Stelle einer iberischen und römischen
Niederlassung unbekannten Namens auf dem Nordabhang eines vom Guada-Jete
 auf drei Seiten umflossenen Sandsteinfelsens (166m), mit Aussicht auf die
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