Von Sevilla n. Cädir. SAN FERNANDO. 51. Route, 418

inan zu den Resten des maurischen Castillo an der Plaza de la Pescaderia.
 Die Calle de Aurora führt westl, weiter zur Avenida de N.8,
de los Milagros, mit Weinlagern und schönem Blick auf Cädiz, —
Im NW. das Jesuitenkollegium und der Stierzirkus, Im NO., an der
Straße nach Jerez, liegen der Englische Friedhof und der Aussichtspunkt
 Buenavista,
Von Puerto über Rota nach Sanldcar de Barrameda 8. S, 406; Dampfhootverbindung
 nach Cddiz 8. S. 415,
Für die Weiterfahrt über den Guadalete, mit Aussicht bis Cädiz,
dann an Pinienwaldung vorbei und über den Ro de S, Pedro, einen
Mündungsarm des Guadalete, vgl. die Karte. Ode Salzlandschaft,
Eine Zweigbahn (13km) führt kurz vor Puerto Real (s. unten) 8.wW.
nach dem kleinen Fabrik- und Fischerorte El Trocadero („Tauschplatz“), an
dem Cafo del Trocadero genannten Kanal, umgeben von einigen Forts, 1823
von den Spaniern tapfer gegen das französische Heer unter dem Herzog von
Angouleme verteidigt (vgl. S. 417). Die Schiffswerfte gehören der Compafa
Trasatläntica. — Dampfboot nach Cidiz 3, S. 415.
128km Puerto Real (Restaur. Mantilla, gut), wahrscheinlich die
älteste Handelsniederlassung an der Bucht von Cädiz, der Porius
Gaditanus der Römer, 1483 von den „Katholischen Königen“ erneut,
jetzt Stadt mit 7000 Einw., im Sommer als Seebad besucht.
Die Bahn durchschneidet die zur Gewinnung des Salzes aus dem
Seewasser angelegten Salzgärten (Salinas) und überschreitet den
Canal de Sancti Petri, einen schmalen Meeresarm, der die nach der
Familie Ponce de Le6n benannte Jsla de Ledn mit den Städten San
Fernando und Cädiz von dem Festlande scheidet, Links sieht man
den Puente Zuazo (s. unten).
138km San Fernando (Gasth.: #. del Comercio), Stadt von
27500 Einw., auf einer Art Felsinsel in den Salzsümpfen erbaut.
Den früheren Namen Isla de Ledn änderten die Cortes, die im
Befreiungskriege 1810 hier tagten, 1813 in den jetzigen. Seit dieser
Zeit datiert auch die Bedeutung der Stadt, die jetzt Sitz spanischer
Marinebehörden ist. Die Werkstätten, eine Marineschule u. a. liegen
in der Vorstadt San Carlos, im N. jenseit des Bahnhofs, Daselbst
das Pantedn de la Marina, mit Sarkophagen und Gedenktafeln meist
des x1x. Jahrhunderts, Zu San Fernando gehören auch die Eisengießerei
 Caserfa de Osio und das 1790 gegründete Arsenal La Carraca,
3km n.ö. am Ostufer des Canal de Sancti Petri, Endpunkt der
Straßenbahn von Cädiz und Dampfbootstation (s, S, 414 u. 415). —
Das Observatorium im W. der Stadt ist die südlichste Sternwarte des
europäischen Festlandes,
Der -Puente Zuazo, ca. 2 ekm Östl. von San Fernando an der Landstraße
nach Algeciras (Diligence und Autobus s. S, 415), 8011 die Stelle einer Römerbrücke
 einnehmen, die 1262 von den Mauren zerstört und im XV. Jahrh.
von Juan Sänchez de Zuazo erneut wurde. .
Auf einer Erhebung der flachen Küste südl, von San Fernando lag einst
der Tempel des tyrischen Herakles, der sich bis zum Ausgang „des Altertums
hohen Ansehens erfreute. In den Kämpfen zwischen PompeJus und Caesar
brachte Varro den Tempelschatz, um ihn vor Caesar zu schützen, nach
Cädiz; doch kam der Schatz später zurück, Die Stiftungsur kunde des Tempels
 war auf ehernen Säulen in phünikischer Schrift eingegraben,