Kathedrale.

CADIZ. 52, Route, 419

(Pı. B 2). — Weiter südl. das 1904 von Jose Moreno de Mora gestiftete
 Provinzialkrankenhäus Hospital de Mora und das Waisenund
 Armenhaus Hospieio Provincial (Pl. B 3).
Im N. der Bucht La Caleta (P). A. 3) liegt das Castillo de Santa
Catalina (Pl. A 2, 3); südl, von ihr auf einer weit in den Ozean
vorspringenden Felszunge, 45 Min. jenseit der Pueria de la Caleta
(PL. AB 4), das Castillo de San Sebastiän. In dem vom Meere zerwühlten
 Muschelkalkfels sieht man während der Ebbe zahllose
„Töpfe“ (ollas),
Von der Puerta de la Caleta wandern wir, an der Wetterwarte
(Estaciön meteorolögica) vorbei, nach dem Paseo del Sur (Pl. B-E 4),
wo das Meer fast immer tost. Durch Herabschütten von Schutt und
Unrat über die Mauer sollen die Fische angelockt werden. Fast zu
jeder Tageszeit sieht man hier Scharen von Anglern, Das anstoßende
 Stadtviertel wird von den untersten Klassen der Bevölkerung
 bewohnt. — L. das frühere Kapuzinerkloster (P1. © 4),
jetzt Irrenhaus ( Manicomio), in dessen kleiner Kirche Santa Catalina
(Eingang im Hofe nebenan Jinks; läuten!; 20 oc. in die Sammelbüchse,
 dem Führer 50 c.) sich am Hauptaltar eines der schönsten
Bilder Murillo’s befindet: Verlobung der h. Katharina, sein letztes
Werk, bei dessen Ausführung ein Fall vom Gerüst ihm den Tod
brachte (3. April 1682).
Bei der Weiterwanderung hat man einen prächtigen Blick auf
die Südseite von Cädiz: die Kathedrale, den Stierzirkus, die Vorstadt
 San Jos6 und das Castillo de la Cortadura (S. 414); im Meere
vor San Jos6 die Klippen der Corrales. — Man wende sich l, durch
die Calle Garaicoechea zur Plaza de la Libertad (Pl.D3) hinauf,
auf der die Markthalle (Mercado; früh besuchenswert) steht; der
nördl. Teil des Platzes ist mit Anlagen geschmückt (Parque de
Guerra Jimenez). In der hier von W. mündenden Calle del Obispo
Calvo y Valero ist das Frauenkrankenhaus (Hospital de Mujeres,
P1.C 3), in dessen Kirche sich ein Bild des Greco, Verzückung des
h. Franziskus, befindet. — Ost, weiter über die palmenreiche Plaza
de Castelar (Pl. D E 3), auf der 1905 dem Staatsmann Emilio
Castelar (geb. 1832 in dem Hause gegenüber, | 1899) ein Bronzestandbild
 errichtet worden ist, Zur Plaza de 1a Catedral,
Die Kathedrale (Pl. D E 3,4) oder Catedral Nueva wurde 1722 von
Vicente Acero begonnen und seit 1762 von Toreuato Cayin weitergeführt,
 aber erst 1832-38 von dem Bischof Domingo de Silos Moreno
vollendet, dessen Statue an der Hauptfront steht. Das Material der
zlteren Teile ist Muschelkalk, das der neueren Jerezer Sandstein.
DasInnere ist dreischiflig, 85m 1. und 60m br., mit 52m hoher Vierungskuppel.
 Die schöne Sillerfa des Chors von Pedro Duque Cornejo (4757), einem
Schüler Roldin’s, stammt aus der Cartuja bei Sevilla (8. 402), Erwähnenswert
 noch eine Konzeption von Clemente de Torres hinter dem Hochaltar,
r. und 1. davon Statuen der H. Servandus und Hermön von Luisa Roldan
und in der zweiten Seitenkapelle 1. ein h. Bruno von Montafds; mehrere
Prozessionskreuze. — Die Aussicht von dem ösfl. Glockenturm an der Hauptfront
 ist lohnend: eine Rampe führt hinauf (80 &amp;).