RONDA. 53. Route. 421

der Stadt, P. 0. F, von 45-20 p. an (je nach der Jahreszeit). — H, Royal
On b: B 2), beim Paseo de la Merced, gleichfalls englisch, P. 0. W.
0-45 p., gut; einfacher F, Rondeka(Pl.c: 02), C. Cinovas del Caslillo 43,
P, mit Wein von 6p. an.
Posr (Correos; Pl. B 2) Calle de Oastelar 36; TzLsGrAPH (PL. D 2) Calle
Virgen de los Dolöres.
Wegen der hohen gesunden Lage wird Ronda von Gibraltar aus als Sommerfrische
 besucht, Am 90.-22. Mai berühmte Feria, mit Stiergefechten usw.
Ronda (750m), Stadt von 20.900 Einwohnern, deren Haupterwerbsquellen
 Wein- und Obstbau, Müllerei und Pferdezucht sind;
liegt höchst malerisch inmitten eines aus der Sierra de Grazalema
mit dem fünfgipfeligen Cerro de San Cristöbal (1716m) im NW.,
der 8. de Libar (S.422) im SW., der 8. de Ronda und 8, de Estepona
{S. 423) im 8., sowie der S. de Tolor (1918m) im SO. gebildeten
Gebirgskranzes, Aus der fruchtbaren Vega am Gebirgsfuße steigt ein
nach S. zugespitztes Plateau auf, welches durch die 40-90m br., bis
{50m tiefe Schlucht des Guadalevin (Guadiaro, 8. 422) in zwei Teile
geschieden wird und nach W. in fast senkrechten Felswänden abstürzt.
 Die auf der Stelle des römischen Arunda erbaute Altstadt
( Ciudad) nimmt die S.-Spitze des Plateaus ein; die Neustadt ( Mercadillo),
 auf dem nördl. Teil des Plateaus, wurde von den „Katholischen
 Königen“ gegründet, die Ronda nach zwanzigtägiger Belagerung
 am 20. Mai {485 eroberten. Südl. unterhalb der Altstadt die
Vorstadt San Francisco. Ronda ist eine der interessantesten Städte
Spaniens (vgl. S. 316); ein Rundgang (3-4 St.), unter Umständen
zwischen zwei Zügen, ist äußerst lohnend (Führer unnötig).
Vom Bahnhof gelangt man in ca. 10 Min. in die Neustadt, mit
geraden Gassen und niedrigen weißgetünchten Häusern, Die Hauptstraße,
 Carrera de Espinel (Pl. D O1, 2), mündet gegenüber dem
Teatro Espinel, bei der Plaza de Toros (Pl. B 2), in die Calle de
Castelar. — Unweit n. die Alameda oder Paseo de [a Merced (PL. B2),
mit hübschen Anlagen; von den vergitterten Vorsprüngen an der
Westseite prächtiger Blick auf die Vega mit dem in einer Tiefe von
fast 200m dahinschäumenden Fluß und das Hochgebirge,
Die Calle de Castelar mündet südl. auf den 1761 erbauten Puente
Nuevo (Pl. 0 3), der die ‚großartige, über 400m tiefe, meist von
Wasserstaub erfüllte *° Schlucht des Guadalevfn (el Tajo, Binschnitt)
 an ihrer schmalsten Stelle überspannt: köstlicher Ausblick
auf die z. T. mit dichtem Kaktus und Feigendisteln bewachsenen
Steilwände der Schlucht und das von mächtigen Felsblöcken erfüllte
Flußbett; im W. unten einige Mühlen (S. 422).
Auf der Höhe im 8. der Schlucht liegt die Altstadt. Jenseit
jer Brücke gelangt man geradeaus durch die Calle de Mendez Nüfez
auf die Plaza de la Ciudad (S. 422), rechts zum Campillo (S. 422),
links in die Calle del Marques de Paradas (Pl. C 3). In dieser n° 47
Jie Casa del Rey Moro, mit Aussichtsterrasse über dem Tajo (1 p.).
Eine 1911 restaurierte unterirdische Felsentreppe (Mina), die von
den Mauren zur Verhütung von Wassernot bei Belagerungen ang6-legt
 war, führt mit 365 Stufen zum Fluß hinab (Zutritt 25 p- 1)