422 Route 53. RONDA, Von Bobadilla

Die Straße senkt sich weiter an der Casa del Marques de Salvaterra,
 mit Renaissanceportal, vorüber zu den unteren Tajobrücken,
Puente viejo oder de la Mina und Puente de San Miguel (Pl. CD 3,4).
In (1.) n° 5 der jenseitigen Straße kann man auf 115 bequemen
Stufen zum Guadalevin hinabsteigen, wo man einen vollen Einblick
in die durch das Konglomeratgestein hindurch gewaschene Schlucht
hat. — Wieder auf das andere Ufer zurück und auf steinigem Wege
an der maurischen Stadtmauer aufwärts zu der Fahrstraße, die nach
der ehem. Alcazaba (Pl. 0 5) führt, der 1808 von den Franzosen zerstörten
 Maurenburg, jetzt ein Colegio. Weiter südl. erstreckt sich
der Barrio de San Francisco, mit einem bemerkenswerten maurischen
Tor (Puerto ärabe, Pl. € 6).
An der Plaza de la Ciudad oder Pl, del General Weyler (Pl.C 4)
steht die sehenswerte Kirche Santa Marta la Mayor (Küster an der
SW.-Ecke des Platzes). Ursprünglich Moschee und noch mit vier
maurischen Kuppeln überwölbt, hat der Bau in christlicher Zeit
gotische Seitenschiffe und später eine hochragende Capilla Mayor
im plateresken Stil erhalten; im Coro hübsches Renaissancestuhlwerk
 mit 24 guten Heiligenfiguren und Reliefdarstellungen. aus der
Geschichte der h. Jungfrau. — Durch die in der westl. Ecke dieses
Platzes abzweigende Calle de la Caridad oder Ronda de Gameros
(Pl. CB 4) gelangt man zum Campillo, einem baumbepflanzten
Platze am Westrande der Altstadt, mit Blick auf die Berge im N.
Vom Campillo mag man noch die Mühlen (molinos; Pl. B 2) am
Guadalevin besuchen. Der bequeme Hauptweg führt in mehreren
Kehren abwärts zu den (30 Min.) unteren Mühlen; ein schmalerer, bei
der ersten Biegung r. abzweigender Fußsteig zieht sich, an einem
kleinen maurischen Tor vorbei, am Abhang hin zu der (5 Min.)
obersten. Mühle, mit prächtiger Aussicht auf die Wasserfälle und den
Puente Nuevo. Der z. T. in den Felsen gehauene Weg von der
Obersten Mühle zu den (20 Min.) unteren Mühlen führt an der elektrischen
 Kraftstation vorbei.
Von der altiberischen, später römischen Stadt Actnipo, deren Steine
nachweislich einen Teil des Baumaterials der Altstadt von Ronda geliefert
haben, sind bedeutende Überreste eines Theaters erhalten (Ronda la Vieja,
12km nördl.). Dagegen scheint der bei Ronda vorkommende Name „Campos
de Monda“ nicht auf die antike Stadt Munda bezogen werden zu können
(vgl. S. 365). — Die Tropfsteinhöhle Cueva del Gato („Katzenloch“), 8.w.
von Ronda, besucht man entweder zu Pferde (ca. 2 St.) von Ronda aus
oder von der Station Benaojin (s, unten).
Von Ronda über das Gebirge nach Jerez 3. 8. A19/A14

Die Eisenbahn senkt sich über 1, unten (78km) Arriate im
Bogen hinab in das breite Tal des Guadalevin, der hier den Namen
Guadiaro annimmt. — 86km Montejaque, r. am Fuße der Sierra de
Libar, eines kahlen Kalkgebirges, an dessen Steilwänden die Bahn
entlang führt, R, die Cueva del Gato (s, oben), — 93km Benaojän,.
Zwei Tunnel, dann auf das linke Ufer des hier zwischen steilen
Bergwänden eingeengten Flusses, Tunnel. — 100km Jimera, mit