428 Route 54. GIBRALTAR, Stadt $ südl,

Die hier südl, anschließende Waterport Street, mit den
meisten Gasthöfen, dem Post- und Telegraphenamt (PL. 1) und
andern öffentlichen Gebäuden, bildet nebst ihrer westl. Parallelstraße,
 der Zrish Town, den Mittelpunkt des Geschäftsverkehrs.
An der Church Street, der Fortsetzung der Waterport Street.
jenseit des Commercial Square und der Börse (Exchange; Pl. 3)
liegt 1. die kath, Kathedrale (Pl, 4), ursprünglich eine Moschee, nach
1502 von den „Katholischen Königen“ erneut, 1704 ihrer Kunstschätze
 beraubt. — Weiter hat man T., an dem Cathedral Square,
die prot, Kathedrale (Pl. 6), 1821 im manrischen Stil errichtet, dann
L. den Gerichtshof (Supreme Court; Pl. 7), mit hübschem Gärtchen.
An dem südlichsten Drittel dieses Straßenzuges, der Southport
 Street, erhebt sich r, der Convent, ein altes Franziskanerkloster,
 jetzt Oouverneurspalast; in dem Garten ein uralter Drachenbaum
 (Dracaena draco L.). — Das südl. Stadttor (Southport Gate)
stammt noch aus der Zeit Karls V., 1883 umgebaut. Draußen 1. der
kleine Trafalgar Cemetery, mit englischen Gräbern von der Schlacht
bei Trafalgar (S. 454). Am Meere die Ragged Staff Stairs, wo die
Engländer 1704 landeten,
Die Alameda, vor dem Tor, mitreichem subtropischen Pflanzenwuchs,
 wurde 1814 von dem Gouverneur George Don angelegt, Nahe
der Southport Gate die 1884-85 erbauten Assembly Rooms (Pl, 8),
mit Fest- und Theatersaal. Bei dem Caf&amp;-Restaurant spielt So. Mi,
3-5 Uhr (im Sommer abends) Militärmusik. Büsten erinnern an
General Kliott, den Verteidiger Gibraltars bei der „großen Belagerung“
 (S. 427), und an Wellington. Im W. überblickt man den
Kriegshafen, mit Werft, Docks und neuen Hafendämmen.
Die an dem zweiten Südtor, Prince Edward’s Gate, beginnende
*Eunropa Main Road führt, zunächst mäßig ansteigend, am Westabhange
 des Felsens oberhalb der Alameda zwischen Landhäusern
und Gärten, bei dem Wohnsitz des Admiral Superintendent (The
Mount), weiter r, oberhalb des Marinehospitals (Naval Hospital) und
der Buena Vista Barracks hin; zuletzt kurz vor einer Signalstation
r. zwischen den zerklüfteten Felsen des Europa Pass hinab nach dem
(!/a St.) Europa Point, der von den Wellen unterhöhlten Südspitze
der Halbinsel, auf der ein großer Leuchtturm (Lighthouse) steht,
Der Fahrweg wendet sich, bald mit Aussicht auf die Sierra de Estepona
 (S. 423), nö. nach dem Governor’s Cottage, dem Sommerhause
des Gouverneurs, und der zwischen Klippen versteckten Affenhöhle
(Monkeys’ Cave).
Zu dem Maurischen Kastell (Moorish Castle), oberhalb der Artilleriekaserne
 und des Eingangs zu den Festungsgalerien (S. 427),
neben dem Zivilgefängnis (Civil Prison), gelangt man aus der Waterport
 Street (s, oben) durch die östl, gegenüber der Post abzweigende
Bell Lane und dann auf steilen Treppenwegen hinauf. Das Kastell
wurde 713 durch Tärik begonnen und 74% vollendet. Der Zutritt
ist nicht gestattet.