434 Route 55,

TANGER.

Ausflüge,

Ausflüge. An den Seebädern (S. 431) vorbei 8.5. auf dem Strande
{Playa grande), der während der Ebbe einen vorzüglichen Reitweg abgibt,
zu der (4-1 St.) Römerbrücke („Puente arruinado“) über das Flüßchen Galeres
(Uad el-Mogoga) und weiter zu den jetzt etwas abseits vom Meere hinter
der bis 30m hohen Dünenkette liegenden Ruinen von Tingis {arab. Tandscha
el-Bälia), unter denen das alte römische Seetor gut erhalten ist. Von hier
in weitem Bogen nördl, zu der Torre Blanquilia im der alten maurischen
Batterie auf dem Kap Malabata (S. 480), 21/2-31/2 St. von Tanger. — Ein
anderer hübscher Reitweg führt vom Strande s.w. landeinwärta zwischen
Orangengärten nach dem (11/4 St.) Dorfe Es-Suani und mündet weiterhin
in den Fesweg (Camino de Fezz Pl, C 5-3) ein, auf welchem man zum Außenmarkt
 zurückkehrt,
Der Ausflug nach dem Kap Spartel, 12km westl. von Tanger, erfordert
fast einen Tag (Reittier s, 5, 431, akkordieren! Mundvorrat ist mitzunehmen),
Man reitet von der Villa Sicsu (S. 433) auf dem Camino del Monte in das
von dem unbedeutenden Juden/fiusse (Uad el-Ihud) durchströmte Bubanatal
hinab, %4 St. von Tanger, Von der Brücke entweder geradeaus und direkt
hinauf zu der mit niedrigem Buschwald bewachsenen Höhe des Dschebel Kebir
(326m), oder (lohnender) r. zu dem Monte Washington, einer dicht über dem
Meere gelegenen Sommerkolunie mit reizenden Landhäugern, und nach 3/4 St.
auf den direkten Weg zurück. Auf beiden Wegen bei klarem Wetter
prächtiger Blick auf das Meer und die spanische Küste mit dem Kap Trafalgar
 (8. unten). Der Hauptweg senkt sich schließlich hinab zu dem Zeucht-!urın
 (75m) am Westrande des Kaps Spartel (arab. Rds /schberdit}, des Promonlorium
 Ampelusig der Alten und nordwestlichsten Punktes von Afrika,
Von der Höhe des durch die europäischen Großmächte erbauten und unterhaltenen
 Leuchtturmes, dessen Licht nachts 25 Seemeilen weit sichtbar ist.
hübscher Blick auf den Ozean. In der Nähe ist eine Signalstation und
eine metenrologische Station der Deutschen Seewarte in Hamburg. — Man
kann am Meere entlang bis zu der (4km) Herkulesgrotte weiterreiten, wo
schon in uralter Zeit treffliche Schleif- und Mühlsteine gebrochen wurden,
oder auf dem Rückwege nach Tanger vom Bubanatal aus noch die Oliven.
haine, zwischen dem Judenfluß und dem Füiswege (8. oben), besuchen,

Von Tanger nach Cädiz (vgl. S. 429). Bei der Abfahrt erscheint
 an der marokkanischen Küste das Kap Spartel mit seinem
Leuchtturm. Bei klarem Wetter herrlicher Rückblick auf die gebirgige
 Küste bis zur Sierra Bullones (S. 429). Gegenüber an der spanischen
 Küste das Kap Trafalgar, das Promontorium Junonis der
Römer und Taraf al-ghär („Höhlenkap“) der Mauren, mit seinem
hohen, nachts 19 Seemeilen weit sichtbaren Leuchtturm. Hier am
Westeingange der Meerenge schlug am 21. Oktober 1805 die englische
 Flotte unter Nelson die Flotte der Franzosen und Spanier unter
Villenewve und Gravina, Nelson bezahlte den Sieg, der England zum
alleinigen Beherrscher des Meeres machte, mit dem Tode.
An der sandigen Küste folgen das Städtchen Conil und Kap-Roche,
R, erblickt man die Mündung des Canal de Sancti Petri und San
Fernando (S. 413), mit den Masten der Funkenstation, Endlich
tauchen aus der blauen See die hohen Kaimauern und die weißen,
von der Neuen Kathedrale überragten Häuser von Cädiz auf: bei
Sonnenschein ein herrlicher Anblick. Der Dampfer umfährt das
Fort San Sebastlän und biegt, an den Klippen Los Cochinos und
Las Puercas vorüber, in die weite Bucht von Cädiz (8. 414) ein.