YIL ESTREMADURA.

56. Von Madrid über Plasencia, Arroyo de Malpartida, Va-Jencia
 de Alc. und Torre das Vargens nach Lissabon . 436
Von Navalmoral über Yuste nach Plasencia 437. — Von
Arroyo de Malpartida nach Alcäntara 439.
Von Arroyo de Malpartida nach Cäceres und Merida . 440
Von Cäceres nach Trujillo und Guadalupe dä.
57. Von Madrid über Ciudad Real, Almorchön und Mörida
nach Badajoz (Torre das Vargens, Lissabon) . . . . 44
58, Von Sevilla über Tocina und Zafra nach M6rida (Badajoz,
 Lissabon). . ‚447

_Estremadura+ ist ein vom Tajo und vom Guadiana durcha
 Tafelland. di im N. durch die Sierra de Gata (1735m),
Ed Hochland von jar und Qu Stay, de Gredos (2650m) %on Leu
und Altkastilien getrennt wird, im S, in 06: &gt;. sanft ansteigend
Sierra Morena nach Andalusien abfällt und durek Ua SI80R en
Quadalupe (4736m) in die „Estremadura alta“ (Gebiet des Taf,
Prov, Cäceres) und die „Estremadura baja“ (Gebiet des Guadiana,
Prov. Badajoz) geschieden wird. Der Name ist eine spätlateinische
Sprachbildung (wie „altura“, Höhe) und bezeichnete das westliche,
„äußerste“ Gelände im S, des Tajo bis zum Ozean,
Die Natur verweist das Land für den Absatz seiner Erzeugnisse
auf das Mündungsgebiet der beiden Flüsse, auf Portugal, mit dem es
im Altertum die Provinz Lusitania (S. 4564) bildete, Die politischen
Ereignisse, die zur Selbständigkeit Portugals führten, schnitten es
vom Meere ab. Die Vertreibung der Mauren und die Auswanderung
nach Amerika, an dessen Eroberung die Cortez, Pizarro und andere
„Estremefios“ hervorragenden Anteil nahmen, beraubten das Land
seiner tüchtigsten Bewohner; der Rest blieb in der Kultur zurück.
Die Abholzung der Gebirge verschlechterte das ohnehin trockene
Klima. Ausgedehnte Gebiete einst fruchtbaren Ackerlandes wurden
zu steinigen Heiden (jarales, tomillares). In Ober - Estremadura
sieht man meilenweit kein Dorf, kein Haus, nur wellige Weideflächen,
 bedeckt mit Cistussträuchern (vgl. 8. 453). Bei Cäceres
und in Nieder-Estremadura überwiegt der Ackerbau (Getreide,
Hülsenfrüchte), oft freilich gefährdet durch die Überschwemmungen
(avenidas) der Flüsse und durch Scharen von Wanderheuschrecken
(langostas), die aus der Heide kommen. Außerdem gedeihen Wein
und Ölbäume, Feigen, Mandeln; Maulbeerbäume nur in der Gegend
von Plasencia, wo die Berghänge terrassenförmig angebaut sind, —

+ Zwei Provinzen: Cdceres, mit 198683qkm Fläche und 395082 Bewohnern:
 Badajor, mit 21894 qkm Fläche und 561897 Bewohnern.

Yo