YUSTE. 58. Route, 437

(68km) Bargas seinen Nebenfluß Auadarrama (S. 46) auf fünfbogiger
 Brücke. Von dieser und der nächsten Station (72km) Villamiel
im Anschluß an die Züge Auto-Omnibus nach Toledo, 8. 8. 124.
36km Torrijos, altes Städtchen von 2900 Einw., einst ein Lieblingssitz
 Peters des (rausamen (S. 381). Der Palast der Grafen von
Altamira ist angeblich von Juan de Herrera erbaut, — Man nähert
sich der Sierra de @redos (S. 435), die Stunden laug sichtbar bleibt
und mit ihrem gezackten, meist schneebedeckten Kamme malerisch
über den Cistusheiden aufsteigt.
98km Santa Olalla-Carmena, mit Olivenpflanzungen. — 119km
Monte Arag6ön. Die Bahn überschreitet den Alberche auf einer langen
Steinbrücke und nähert sich dem Tajo. Im N. verdeckt die Sierra
de San Vieente (1366m) z. T. das Gredosgebirge,
135km Talavera de Za Reina (354m; Bahnrest,; Gasth. F, Espafola,
 P. 5-7, Omn. 1/2 p.), das römische Caesar6briga, jetzt Stadt
von 10580 Einw., in einer schönen Vega am Tajo, berühmt durch
die Schlacht vom 27.-28. Juli 1809, in welcher Wellington die Franzosen
 unter Jourdan, Victor und Joseph schlug. Uber den Fluß
führt eine im xv. Jahrh, erbaute Brücke von 35 Bogen. Aus dem
Altertum ist der Arco de San Pedro, eins der römischen Stadttore,
erhalten. Die maurischen Torres Albarranas wurden. 937 erbaut.
Die Kollegiatkirche Sanla Maria la Mayor ist gotischen Stils, Zu
erwähnen noch: die ehemaligen Klöster San Francisco, mit hübschem
 Turm im Mud&amp;jarstil, Santo Domingo, mit drei Renaissancegräbern,
 und Sarı Jerdnimo am Tajo, erbaut 1389, erneut 1540 und
1624, jetzt Fabrik; im O. der Stadt die Ermita I@ Virgen del Prado,
Die Eisenbahn verläßt den Tajo. — 170km Oropesa, hochgelegener,
 von alten Mauern umgebener Ort, überragt von der Burg
der gleichnamigen Grafen,
90km südl., bei Puente del Arzobispo, durchfließt der Tajo eine tiefe
Schlucht zwischen den Bergzügen von Veneruela und La Moheda. — Südl.
weiter Talavera la vieja, das dem römischen Augustöbriga entspricht,
Nördlich erblickt man die Sierra de Gredos in ganzer Pracht, —
177km La Calzada (de Oropesa}, in einer Getreideebene. Im 5.
erscheinen die Sierra de Altamira und die Jara, — Die Bahn überschreitet
 die Grenze zwischen Neukastilien und Estremadura.
Q01km Navalmoral de la Mata (300m; Büffett), Städtchen von
4500 Einw., mit Feigen- und Olivenpflanzungen , Ausgangspunkt
für Kloster Yuste,
Von Navalmoral nach Yuste, 88kın, Reitweg in nordwestl,
Richtung über die Dörfer Torviscoso und Talıyuela, dann nördl. in das
Tal des 7idtar hinab und wieder bergauf nach Jarandilla; weiter s.w. über
Aldeanueva de I@ Vera nach dem Dorf Cuacos, 2km von Yuste, Unterkunft
in der Posada oder auch in der Meierei La Magdalena: in Cuacos wohnt
der Aufseher des Klosters,
Das ehemalige Kloster Yuste, von ständt San Jerönimo de Yuste, so
genannt nach dem gleichnamigen Bache, 1404 von Plasencia aus gezründet,
 1809 von den Franzosen verwüstet und von dem jetzigen Besitzer,
dem Marques de Miravel, zZ. T, wiederhergestellt, ist berühmt als letzter
Aufenthalt Karls V.. der am 15. Januar 4556 in Brüssel zugunsten seines