nach Torre das Vargens. ALCANTARA, 56. Route, 439

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Das Innere zeichnet. sich durch edle Verhältnisse aus, Die Capilla
Mayor ist von Juan de Alava, Diego de Siloe und Alonso de Covarrubias, die
orächtige Reja von Juan Bautista Celma Me das reichgeschnitzte Chorzestühl
 von Rodrigo Alemdn (S. LXV; 1520); am Retablo ist ein schönes
Relief, Himmelfahrt der h. Jungfrau, von @regorio Hernänder (1626). Manche
schöne Grabmäler. — Vgl. auch S, 1x1.
In den Kirchen San Nicoläs und San MNdefonso sind einige Grabmäler
 zu erwähnen. An der Plazuela de San Nicoläs die Casa de
Las BOvedas, 1550 erbaut, mit schönem Hof, Garten und Bildern aus
den Kriegen Karls V.; auf der Terrasse einige römische Altertümer
aus Caparra (s. unten). — Viel besucht wird die Promenade auf der
Insel im Jerte, auf der Ostseite der Stadt.
Von Plasencia nach Salamanca s. S, 159:
Von Plasencia führt ein Reitweg nördl. über die Ventas de Caparra,
ias römische Capera, mit einem römischen Bogen und andern Altertümern,
An der alten Straße von Merida nach Salamanca, die den volkstümlichen
Namen „el camino de la plata“ führt, nach Granadilla, dann über Herguijuela
 in die wilden Bergländer Tierra de las Jurdes und Tierra de las
Baltuecas an der Sierra de Gala.

Die Eisenbahn durchschneidet ein ödes Plateau. — 276km
Miravel; in der Nähe die Trümmer einer in der Maurenzeit vielumstrittenen
 Burg. Zwei Tunnel durchbrechen die Schieferberge der
Sierra de Cafaveral (ca. 500m). — 299km Cafaveral. — 310km
Garrovillas; die Stadt 3km westl., mit 5200 Einw. und Tuchfabriken.
 — Weiter auf achtbogiger Brücke über den Tajo; im
Flusse 1. die Ruinen des berühmten Puente de Alconetar, einer
Römerbrücke, welche die Mauren 1232, vor Alfons IX, von Leön
Diehend, zugleich mit der Stadt Alconetar zerstörten. — Nun am
Südufer des Tajo in dem durch die Nebenflüsse Almonte und Araya
gebildeten Delta in großen Kehren aufwärts. Vier Tunnel. Zwei
Brücken über den Arroyo de Villoluengo. — 336km Casar (de
Cäceres), mit Gerbereien und Schuhfabriken,
370km Arroyo de Malpartida (Bahnrestaur.), eine nach den
Städten Arroyo del Puerco im W. und Malpartida de Cäceres im 0,
benannte Station, Knotenpunkt für Cäceres-Merida, s. S. 440,
VonArroyo nach Alcäntara, ca. 50km. Von der Station Omnibus
nach (6km) Arroyo del Puerco (Fonda La Gran Via, dürftig); 1 St. westl.
der Stadt das Santuario de N. S. de la Luz. Von Arroyo del Puerco 8 Uhr
[rüh Diligence nach Alcäntara (zurück mittags 12 Uhr) in 7!/z St. für 7v.,
über (25km) Navas del Madrono, (35km) Brozas (in der Kirche, von 1567,
ein schön geschnitzter Retablo) und (40km) Torre de Berbi (umsteigen).
Alcantara (113m; Gasth.: F. de Hilario Gundin, dürftig), altertümliches
Städtchen von 3200 Einw., auf dem hohen Südufer des Tajo, ist berühmt
Jurch seine römische Brücke (arabisch „al-kKäntara“) und den Alcdntaru-Ritterorden,
 der, 1178 zur Verteidigung der Grenze gegen die Mauren in
San Julidn de Peral gestiftet, 1218 hierher verlegt wurde; 1495 ging die
Großmeisterwürde auf die Krone über. Die got. Kirche S, Maria de Almocdbar
 ist im XI. Jahrh. auf der Stelle einer Moschee erbaut. Das 1506
von Pedro de Larrea errichtete Kloster San Benito mit Kirche ist jetzt
ganz verfallen. SL
Die Hauptsehenswürdigkeit ist die 105 nach Chr. von elf lusitanischen
Gemeinden erbaute *Brücke, welche sich im NW. der Stadt in sechs großen
Bogen über den Tajo schwingt. Sie ist ganz aus Granit ohne Mörtel hergestellt
 und 188m lang, 8m breit. Die beiden mittleren Pfeiler haben eine