440 Route 56.

CACERES,

Höhe von ca. 58m; die Spannweite der beiden mittelsten Bogen ist 15m.
In der Mitte der Brücke befindet sich, wie bei solchen römischen Werken
oft, ein 13m h. Torturm. Einer der kleineren Bogen wurde 1213 zerstört
und 1543 unter Karl V. wiederhergestellt, Den zweiten Bogen auf dem
Nordufer sprengten 1809 die Engländer, 1836 die Karlisten; 1880 wurde der
ganze Bau gründlich restauriert. — Am 1]. Ufer ein kleiner römischer
Tempel (templum in antis, ohne Säulen), der dem Trajan und den übrigen
göttlichen Kaisern geweiht war.

Die Kisenbahn nach Lissabon überschreitet den Salor
(S. 4141). — 378km Aliseda. L. hat man die lanzgestreckte Sierra
de San Pedro (S, 441), deren nördl. Ausläufer unsere Linie in starker
Steigung durchbricht. — 397km Herreruela. R. die Sierra de Carbajo.
 — 420km San Vicente. Nun hinab nach
432km Valencia de Alcintara (Büffett; Gasth, am Bahnhof: FF, de
la Estaci6n), spanisches Zollamt, Wagenwechsel: der Ort, spanische
Grenzfestung mit 9400 Einwohnern, ca, 8/4 St. vom Bahnhof entfernt,
 Die Kirche Rogueamador ist aus dem xıv. Jahrhundert.
Weiter mit der portugiesischen Eisenbahn. Das Flüßchen Sever
bildet die Landesgrenze,
448km Marväo (portugies. Zollamt), in öder Gebirgslandschaft
am Ostfuße der Serra de S@o Mamede (1025m). — Durch ein mit
Granitblöcken bedecktes Gelände hinab nach der portugiesischen
Grenzfestung (464km) Castello de Vide, — Die folgenden, auf dem
eigentümlichen Hochplateau von Alemtejo gelegenen Stationen
{484km) Peso und (501km) Cunheira sind unbedeutend.
513km Torre das Vargens und von da nach Lissabon 8. S. 4574.

Von Arroyo de Malpartida (S. 439) nach Cäoceres,
17km, Zweigbahn in ca, 3/4 St., für 2.55, 1.70, 1.30 p. — Zwischenstation
 (14km) Las Minas, mit großen Phosphorit-Bergwerken.
Caceres (471m; Gasth.: F. de Espana, P. 5, Oman. 1 P-, leidlich),
Provinzhauptstadt mit 16900 Einw., ist die römische Colonia
Norba Caesarina, Die Altstadt liegt auf einem Hügel, umgeben
von Mauern, Türmen und Toren römischen Ursprungs, u. a. dem
Arco de la Estrella und del Cristo, Sie enthält eine Anzahl von
Palästen des xvr, Jahrhunderts mit Ecktürmen und großen Patios.
Die Neustadt zieht sich weiter den Berg hinab. Die got. Kirche
San Mateo, auf dem höchsten Punkte der oberen Stadt, wurde von
Pedro de Ezquerra auf der Stelle einer Moschee erbaut. In der
Nähe die Casa de las Veletgs, der ehem. maurische Alkazar, und die
Casa del Padre Bufalo, mit Sonnenwappen, einst im Besitz der
Montezumas, der Nachkommen des letzten Herrschers von Mexiko.
In der Calle Aldana ist n° 10 ein arabisches Haus erhalten. Neben
dem Palaeio provinctal ist die Casa de los Golfines zu beachten. Auf
demselben Platz steht die dreischiffige got. Kirche Santa Marta la
Mayor, mit einem schön geschnitzten Retablo von Guillen (S.1xxu;
1556). Das Instituto enthält eine kleine Sammlung von Alter-