TRUJILLO. 56. Route. 441

tümern. In der Kirche Santiago eine Reja von 1563. In der Calle
del General Ezponda ist n° 9 die Casa de Los Carvajales bemerkenswert.
 — Im SO. der Stadt ist das hochgelegene Santuario de N. 8,
de ia Montana.
In der Nähe befanden sich, an der Straße von Merida nach Salamanca
(S. 439), zwei römische Lagerplätze, Castra Caecilia und Castra Servilia, Die
$Wälle eines derselben (82U&gt;&lt;470m) sind 2km n.ö. von Väceres, 1. vom
Wege bei dem Gehöft Caceres Viejo, erhalten. Mit dem Namen „Cäceres“,
der als romanische Umbildung aus dem Arabischen (los Alcäzares) zu erklären
 iat. haben sie nichts zu tun.

YonCäceres nach Merida, 73km, Eisenbahn in 2-28/4 St, für 10.80,
3.10, 5.40 p. — Die Bahn wendet sich südl. über (83km) Empalme de las Minas
und über das Flüßchen Salor nach (23km) Aldea del Cano, Weiter über
die Sierra de San Pedro, Wasserscheide zwischen Tajo und Guadiana, und
hinab nach (8km) Carmonita. — 51km Carrascalejo, an dem Flüßchen
Aljucen; 6bkm Aljucen (S, 446), — Takm Merida (8. 444).
VonCäceres nach Trujillo, 47km, täglich Automobilverbindung
in 2 St. für 7.80, 6 p., über Marimarco, Venia und Serresucla,
Trujillo (485m; Gasth.: /. de Felipe Rosano), hochgelegene alte Stadt
von 12500 Einw., das römische Turgakium, bestehend aus der von den
Franzosen restaurierten Maurenburg, der alten und der neuen Stadt. Sie
ist die Vaterstadt Francisco Pizarro’s (ca. 1478-1541), des Kroberers von
Perü, sowie vieler anderer Konquistadoren, welche ihre peruanischen
Schätze hier zur Errichtung großer Paläste verwendeten. Neben dem
Stadttor ein angeblich römischer Turm, In der gotischen Hauptkirche
Santa Marta la Mayor zeigt man das Grabmal des Diego Garcia de Paredes,
des „Simson von Estremadura“, geboren hierselbst 1466, gestorben in
Bologna 4584. In Santiago ein gotischer Retablo und eine Statue dieses
Schutzheiligen der Stadt von Gregorio Hernändez., In Santa Marta de u
Concepciön das Grabmal Pizarro’s. Von Privathäusern sind der Palast der
Duques de San Carlos, der des Conde del Puerto und das Haus Pizarro’s an
der Plaza Mayor zu erwähnen. — Diligence nach (72km) Navalmorat de 1a
Mata s. 8. 438.
Von Trujillo führt ein Fahrweg (Diligence in 6 St.) 8.ö. über die
Sierra de Marchaz in das Flußgebiet des Guadiana hinab nach (18km)
Conquista, einem ehemaligen Landgute Pizarro’s, dann nach (25km) Zorita
und weiter, immer am Südabhange der Sierra de Guadaulupe, östl. nach (5Ukm)
Logrosan, Stadt von 4400 Einw. im Tale des Pollares, eines Nebenflusses
 des Ruecas. Der im Quarzitschiefer vorkommende Phosphorit wird
bergmäßig ausgebeutet. Logrosin selbst liegt, wie Trujillo, auf Granit,
welcher den Schiefer durchbrochen hat.
Von Logrosän Reitweg über (lUkm) CaRamero nach (25km)
Guadalupe, Städtchen von 3250 Einw., am SO,- Abhange der Sierra
de Guadalupe im Tale des Auadalupejo, bekannt durch ein 1389 von
Alfons XI. gegründetes ehem. Hieronymitenkloster, CONVENTO DE LOS JK-RÖNIMOB,
 früher eines der reichsten Spaniens. Das Gebäude, an der Plaza,
Macht den Eindruck einer Burg, Neben dem Vestibül liegen das Sagrario
mit Votivketten befreiter Christen und die Aupelle, weiche die „Virgen de
Guadalupe“ enthält, ein angeblich vom h. Lukas geschnitztes Madonnenbild,
 das als Geschenk des Papstes Gregor des Großen nach Sevilla kam
und nach der Maurenzeit 1330 von einem Hirten hier wieder aufgefunden
wurde, In einer andern Kapelle befindet sich eine Darstellung des 1415
hier abgehaltenen Konzils. — Die dreischiffige gotische XKırcHE macht
im Innern einen bedeutenden Eindruck, trotz des massiven Coro 3 an diesem
eine prächtige Reja von den Ordensbrüdern Franc. de Salamanca und Juan
de Avila (1520); in der Capilla Mayor ein Renaissance- Retablo von Juan
GAdmez de Mora und Marmorarbeiten von Juan Baulista Semeria und Bartolome
Abril (1615); 1. am Eingange das Grab des Baumeisters Juan Alonso; in der
Uapilla de Jos cuatro altares die Statuen des Prinzen Dionys von Portugal,
Sohnes Petera und der Ines de Castro (8. 524}. sowie seiner Gattin Johanna: