ALMORCHON. 57. Route. 443

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der Coro und der Retablo von Giraldo de Merlo (1616). Am Nordande
 der Stadt steht die Puerta de Toledo, im Mud6jarstil.
Die Wallfahrtskirche Nuestra Sefiora de Alarcos, 11km westl. von Ciudad
Real, nimmt die Stelle der 1195 von den Almohaden nach dem Siege über
Alfons V1ll. von Kastilien zerstörten Stadt Alarcos ein.
Eisenbahn von Ciudad Real nach Manzanares 8. 5. 317.
Die Eisenbahn überschreitet den Jabalön. — 188km La Ca-Hada;
 197km Caracuel; 206km Argamasilla de Calatrava, am Westvrande
 des S. 317 gen, Campo de Calatrava,
212km Puertollano (715m), gewerbreiches Städtchen von 7500
Einw., mit besuchtem Mineralbad, zugleich Station für das Städtchen
Almoddvar del Campo im Nordwesten. Nebenbahn nach (26km)
San Quintin, mit Kohlengruben.
Eisenbahn von Puertollauo nach Valdepeias 8. 8. 317.
Dann im Tale des Flüßchens Jaraicen aufwärts, wo die Bahn
ihren höchsten Punkt (738m) erreicht. — 231km Veredas,
Von Veredas führt der Paß Puerto de Veredas s. über das Gebirge in
die Valle de ia Alcudia, ein der Krone gehöriges großes Weidegebiet der
Waunderschafe (S. 436), deren Zahl im Winter ca. 300000 beträgt.
Nun hinab in das Val de Azogues („ Quecksilbertal“) nach (245km)
Caracollera und La Conecepciön, der ältesten, jetzt verlassenen Quecksilbergrube
 der Gegend.
71km Almadenejos y Almaden, Mittelpunkt des reichsten
Quecksilberbezirks der Erde. Am Bahnhof die Arbeiterstadt Almadenejos.
 Die Stadt, Almaden (de Azogue), mit 7300 Einw., einer
Maurenburg und zwei Bergbauschulen, liegt 10km nordwestlich.
Die Gruben bei Almaden (arabisch al-ma‘den, Bergwerk) sind schon
von den Römern und Mauren ausgebeutet worden und waren 1525-1645 an
die Fugger in Augsburg verpachtet. Die jetzigen Anlagen, die z, T. an die
Londoner Rothschilds verpfändet sind, 1800 Arbeiter beschäftigen und 1900
ca. Ti/2 Millionen Pesetas Ertrag lieferten, stammen 2Us dem Ende des xvIL
Jahrhunderts. Sie bilden zwölf Stockwerke, deren unterstes eine Tiefe von
mehr als 350m erreicht. Das Quecksilber ist in Schiefer und Quarz einyeschloasen,
 entweder gediegen (az0gue zirgen) oder als Zinnober, Die Ausbeute
 betrug 1900 ca. 4100 Tonnen reinen Quecksilbers. — Die Schmelz-Öfen
 liegen am Fuße des Stadtberges.
Die Bahn führt zwischen (287km) Chillön und (292km) Pedroches
 über die Schlucht des Guadalmez, verläßt Neukastilien und tritt
kurze Zeit in die andalusische Provinz Cördoba. — 307km Belalcdzar:
 der Ort, mit 1445 erbautem, jetzt verfallenem Schloß des Alcäntaraordens,
 8km südl., an dem sanftgeneigten Nordabhang der Sierra
Morena, Reiche Ackerfluren, Eichenwaldung und Cistusheiden, Die
ganze Hochebene ist mit Granitblöcken bestreut, — Die Bahn überschreitet
 den Züjar und erreicht, jenseit eines Tunnels, ( 328km)
Cabesa del Buey, den ersten Ort in Estremadurä,
3380km Almorchön (Bahnrestaurant), Knotenpunkt für eine
Linie nach Belmez-Cördoba (S. 365/364), mit den Ruinen einer
Maurenburg. Das Gebirge im SW. ist die S. 365 gen, Sierra del Pedroso;
 im N. rechts liegt die Ermita der Virgen de Bellen,
Die nächsten Stationen, (354km) Castuera, (373km) Campanario
und (383km) Magacela, liegen am Süd- und Westrande der Serena,