444 Route 57, . MERIDA, Von Madrid nach Badajoz.

einer im N, von dem Guadiana begrenzten Hochebene (ca. 350m),
hinter der in der Ferne die Höhen der Sierra Pela, der Sierra de Ouadalupe
 und der Sierra de Montanchez auftauchen. Die Serena ist
Weidegebiet für Wanderschafe (S. 436). — 392km Villanueva (de la
Serena; 250m), Stadt mit 13500 Einw., berühmt durch Rotwein
und Wassermelonen (sandias). — 398km Don Benito, Stadt mit
16500 Einw., 1477 gegründet, in schöner Lage, ebenfalls durch
Melonen berühmt. — Die Bahn führt am linken Guadianaufer abwärts
 in einiger Entfernung vom Fluß und überschreitet den Ortigas,
408km Medellin, das Metellinum der Römer, am Abhang eines
burggekrönten Berges, Vaterstadt des Eroberers von Mexiko, Ferd,
Cortez (Hernän Corle&amp;, geb, 1485; s, auch 8. 406), dessen Haus man
noch zeigt, Die 416m 1. Guadianabrücke wurde 1636 erbaut. —
Über den @uadamez nach: 417km Valdetorres, 423km Quarefia,
431km Villagonzalo, 435km La Zarza. — Dann auf einer langen
Eisenbrücke über den Guadiana. L. ein Berg mit aufgerichteten
Schieferschichten, oben eine Burg. N
4538km Don Alvaro, Viel Rosmarin, Ölbäume und Öpuntien, vorherrschend
 Getreidefelder, Die Bahn folgt dem r. Ufer des Guadiana,
Kurz vor M&amp;rida die neuere Wasserleitung (S. 445). dann in der
Nähe des Bahnhofs r, der römische Aquädukt (S. 445).
451km Möerida, — Bahnrestaurant, — GASTHÖFE (vgl. S. xx);
F. Madrilefa (Pl. a: B 2), Calle Cipriano Pifiero 8, P. 58p, sauber;
F. del Comercio, Calle de Santa Eulalia 34 (Pl. BC 2), P. 7p.
Miörida (196m), eine ärmliche Stadt von 11150 Einw. ,. auf
Sinem flachen Hügelrücken am r. Ufer des Guadiana gelegen, ist
beachtenswert wegen seiner zahlreichen, allerdings schlecht erhaltenen
 Römerwerke (S, 11).
Merida, als Augusia Emerita 23 vor Chr. von dem römischen Legaten
Publius Carisius gegründet, gelangte als Hauptstadt Lusitaniens zu solcher
Blüte, daß man es wohl das spanische Rom genannt hat. Die großen
öffentlichen Bauten sind meist aus weichem, leicht verwitterndem Granit
hergestellt und haben die Schärfe der Formen eingebüßt, Antike Fragmente
 sieht man vielfach au den Häusern. Die Westgoten erhoben Merida
zur Metropole Lusitaniens; die Chronik König Roderichs zählt hier 84 Tore,
5 Schlösser und 8700 (?) Türme auf. Im J, 7143 unterlag die Stadt nach
heftigen Kämpfen den Mauren unter Müsa und ward nunmehr Sitz von
Walis, die ihre Unabhängigkeit selbst gegen die Kalifen von Cördoba zu
behaupten wußten. Der Maure Kasis sagt von dieser neuen Glanzzeit:
Kein Mensch auf der ganzen Erde vermöge die Wunder Meridas aufzuzählen.
 Nach der Rückeroberung durch Älfons IX. von Le6n im J, 1228
wurde Merida, dessen Erzbistum schon 1129 nach Santiago de Compostela
verlegt worden war, dem Santiago-Ritterorden überlassen, geriet jedoch
rasch in Verfall. Die Stadt bedeckt jetzt nur einen Teil der alten Emerita.
Mittelpunkt des Verkehrs ist die arkadenumgebene Plaza
Mayor oder de la Constitueißn (Pl. B 2), mit der Kirche Santa Marta
an der Nordwestseite, — Nördl, von der Kirche ist in dem ehem,
Kloster Santa Clara das Museum (Pl. B 2; Schlüssel beim Konditor
Plaza Mayor 13; dem Begleiter 50 c.), das römische, westgotische
und maurische Inschriften, Mosaiken, Skulpturen und Architektur-Stücke
 enthält, — Weiter nördl. von hier steht ein 13m h. römischer