Von Madrid nach Badajoz. MERIDA. 57. Route, 445

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Triumphbogen (Arco de Santiago ; Pl. B 2), dessen Marmorbekleidung
nicht mehr vorhanden ist,
Südl. von der Plaza Mayor stehen am Guadiana die Reste des
ALOÄAZAR (Pl. B 8). Ursprünglich ein Römerbau, wurde er 835 von
den Mauren erweitert, von den Santiagorittern in ein Kloster, El Conventual,
 umgewandelt und ist jetzt Privatbesitz, Innen Obst- und
Gemüsegärten. Der Gärtner (Trkg. 1/5 p.) zeigt ein westgotisches
Schöpfwerk mit einer zum Wasserspiegel hinabführenden Doppeltreppe,
 in die Marmorsäulen eingebaut sind. Von der Ufermauer
schöner Blick auf die Römerbrücke und den Fluß, In eine Halle sind
einige antike Architekturfragmente eingefügt,
Die Hauptsehenswürdigkeit ist die * RöMERBRÜCKE (Pl. A B 3),
die in einer Länge von 780m, 10m Höhe und 65m Breite mit
64 Bogen den Guadiana überspannt. Wahrscheinlich unter Augustus
erbaut, wurde sie von dem gotischen Herzog Sala von Toledo 686
wiederhergestellt, unter Philipp III. (1610) teilweise erneut und
verstärkt. Einige Bogen wurden 1812 gesprengt, um während der
Belagerung von Badajoz den Vormarsch der Franzosen aus Andalusien
 zu hindern; neue Schäden bewirkte 1860 und 1877 das Hochwasser.
 Auf der Sandbank oberhalb ein römischer Wellenbrecher
(Tajamar). — Im NW. die S. 448 gen. Eisenbahnbrücke (Pl. A 1).
Östl. von der Plaza mayor gelangt man durch die Calle Mirabeles
zur Casa del Conde de los Corbos; sie ist in einen römischen Tempel
eingebaut, von dem 40 fast 11m h. Säulen erhalten sind, — Weiter
im NO. der Stadt führt die Rambla de Santa Eulalia (Pl. C 2, 1) an
ainer aus fünf antiken Kapitälen zusammengesetzten Säule mit der
Statue der h. Eulalia vorbei zu dem Convento de Santa Eulalia
(P). C 1), mit einer angeblich im ıv. Jahrh. gegründeten Kirche.
Davor eine kleine Kapelle, der seit 1612 aus den Trümmern des
römischen Marstempels errichtete Hornito de Santa Eulalia, der nach
der Überlieferung die Stelle des Ofens einnimmt, in welchem die
292 geborene Heilige sehon als Kind geröstet wurde.
Auf der hier vorbeiführenden Madrider Landstraße gelangt man
zu der neueren Wasserleitung (Acueducto moderno, Pl, D 2), mit
440 Bogen. Weiter 5. in der sumpfigen Talniederung die Spuren
des römischen Zirkus (Pl. D 1; 440 x 108m). — Wir folgen der
Wasserleitung s.w. an den Trümmern eines römischen Aquädukts
entlang zu den dürftigen Resten des Amphitheaters (Pl. D 2, 3) und
zu dem römischen *TazaTEr (Pl, CD 3), genannt las Siete Sillas,
nach den sieben Abteilungen der Sitzreihen. Es wurde unter
Augustus von Agrippa erbaut, Die Mauern sind von erstaunlicher
Dicke. Von der Höhe des Zuschauerraums schöne Aussicht auf
Möerida. — Dahinter und hinter dem Stierzirkus (Plaza de Toros,
Pl. C3) herum ziehen sich Reste der römischen Stadtmauer zum Fluß.
Im NW. der Stadt durchschneidet die Bahn den jetzt Los Milagros
benannten * RöxrscHen AQuäDuxrt (Pl. B 1), von dem noch 37 ca,
Y6m h. Pfeiler mit 10 Bozen bis zu drei Stockwerken, aus Ziegeln und