446 Route 57, BADAJOZ,

Von Madrid

Granitsteinen erbaut, erhalten sind. — Unweit die geringen Überreste
 des angeblichen römischen Forums. Die hier das Flüßchen
Albarregas überschreitende Brücke ruht auf den Fundamenten einer
zweiten, 143m 1., 8m br. RÖMERBRÜCKE, über die die römische Straße
nach Salamanca (S. 439) führte,
Etwa ökm nördl. von Merida liegt der Lago de Proserpina (vgl. Pl. A 1),
auch }a Charca de ia Albuera genannt, ein großartiges römisches Wasserbassin
 mit Treppentürmen (los bocines), in welchen man zu dem Wasser
hinabsteigen kann. — Ein anderes derartiges Sammelbecken, ia Albuera
de Cornalvo, bei Trujillanos, 10km n,ö. auf dem Wege nach Trujillo (S. 441),
ist wahrscheinlich ebenfalls römischen Ursprungs.
Von Merida nach Cdeeres und Arroyo de Malpartida s. S. AM. — Von
Merida über Zafra und Tocina nach Sevilla s, R. 58,
Die Eisenbahn führt durch den Aquädukt (S, 445), wo 1. die
Bahn nach Zafra (S. 445) abgeht, und überschreitet den Albarregas
und bei (457km) Aljuc&amp;n, wo die Linie nach Cäceres r. abzweigt, den
gleichnamigen Fluß, Im Vordergrunde erscheint die Sierra de las
Viboras, berüchtigt wegen der vielen Vipern, die von den Schweinen
zefressen werden, L. die getreidereiche Vega del Guadiana,
Nun jenseit (464km) Garrovilla auf sieben Brücken über das
vielfach verästelte Flüßchen Lacara. — 475km Montijo.
Die Bahn nähert sich dem Guadiana, 492km Talavera la Real:
der Ort am jenseitigen Ufer des Flusses. Jenseit des Flüßchens
Gugvora hat man 1. einen hübschen Blick; die Bahn umfährt die
Nordseite des Cerro de San Cristöbal mit dem unten gen. Fort.
510km Badajoz (vgl. den Plan S. 445). — BAHNHOF (Restaurant,
M. 31% p.) n.w. der Stadt an der Westseite des Cerro de Sarı Cristöbal;
Omnibus zu allen Zügen; Straßenbahn (20 c.) zur Plaza de Ja Constituciön
in 20 Min. — GastıHöFE (vgl. 8, xxırı): H. Garrido (Pl. a: € 2), Plaza
de la Constituciön, P. 6 p., gute Verpflegung; H. La Favorita(Pl.b:B 2),
Plaza San Franeisco, H. de Paris (Pl.c: C2), Catle de Vicente Rarrantes 9.
beide bescheidener,
Badajoz (155m), Provinzhauptstadt mit 35 000 Einw., Sitz eines
Bischofs und des Generalkapitäns von Estremadura, Grenzfestung
gegen Portugal, liegt am 1. Ufer des Guadiana auf einem niedrigen
Höhenrücken, den das Castillo (S. 447) krönt. Ein Wall mit acht
Bastionen und vier kleine Forts, San Koque (Pl. D 2) und Picurifia
im 0., Pardaleras im S., San Vicente (Pl, A 2) im W., umgeben die
Stadt; gegenüber am rechten Guadianaufer verteidigen sie ein
Brückenkopf (Cabeza de Puente), durch den die vom Bahnhof kommende
 Straße führt, und das mächtige Fuerte de San Cristöbal.
Badajoz, das Badalj6z der Mauren, wird im römischen Altertum nicht
erwähnt. Nach dem Unterganze des Kalifats von Cördoba gründeten die
Beni al-Aftas oder Aftassiden hier ein kleines unabhängiges Königreich,
dem jedoch die Almoraviden (S. 357) schon 1094, acht Jahre nach ihrem
Siege über Alfons VI, von Kastilien bei Sacralias oder Sallaca unweit Badajos,
 ein Ende machten. Im J, 1168 besetzte Alfons 7, von Portugal die
Stadt; die endgültige Rückeroberung gelang erst 1229 Alfons IX. von Leön,
Als „Schlüssel Portugals“ wird Badajoz in der neueren Geschichte viel genannt,
 Die Portugiesen belagerten es 1660, die Verbündeten im spanischen
Erbfolgekriege 1705. Die Franzosen eroberten die Festung 1811 und wurjen
 dann von den Engländern unter Wellington‘ darin eingeschlossen,
Marschall Soult versuchte sie zu entsetzen. wurde aber von den verbün«