448 Route 588.

ZAFRA,

85km Cazalla (de la Sierra), wichtige Minenstadt (7100 Einw.)
mit Eisenschmelzhütten, in der Sierra Morena (S, 317). — Die Bahn
führt jenseit (07km) Alanfs über das Flüßchen Benaltjar und steigt
über (410km) Guadalcanal, Städtchen von 5800 Einw., mit verlassenem
 Blei- und Silberbergwerk, hinauf zu dem Puerto de Sevilla
oder de Lierena, wo sie in einem 1000m 1. Tunnel die Grenze zwischen
Andalusien und Estremadura überschreitet, — 122km Fuente del
Arco; Zweigbahn nach Pefiarroya s, S. 365, — 129km Casas y Reina,
Stets dicht am NO.-Abhang der Sierra de San Miguel hinab nach
135km Llerena (568m), Städtchen von 7049 Einw., seit 1244
lange Zeit im Besitze der Santiagoritter, Die Parroquia de la Oranada,
 im Renaissancestil, hat einen 56m h., nach dem Vorbilde der
sevillanischen Giralda errichteten Turm, — 144km Villagarefa, mit
Burgtrümmern ; 154km Usagre y Bienvenida ; 161km Matanegra,
175km Zafra (Bahnrestaurant; Gasth.: F, de Juliäm Querra,
mäßig), uralte Stadt von 6136 Einw., deren antiker Name unbekannt
 ist, das Zäfar der Mauren, in hübscher Lage zwischen
der Sierra de San Cristdbal im N. und der 8, de Castellar im W,
Berühmte Viehmärkte im Juni und Oktober (Feria de San Juan
und de San Miguel). Hauptsehenswürdigkeit ist der hochgelegeane
gotische ALcAzAr im O., zu welchem man durch die Pueria del Acebuche
 gelangt, den Figueroas, Herzögen von Feria, jetzt de Medinaceli,
 gehörig, Dieses 1437 von Lorenzo Suärez de Figueroa erbaute
Schloß gewährt mit seinen alten Türmen und Galerien, sowie dem
im xvI. Jahrh. modernisierten Patio ein vortreffliches Beispiel eines
altspanischen Feudalpalastes, Der Convento de Santa Clara enthält
das 1814 von den Franzosen verstümmelte Familiengrab des Lorenzo
Snärez de Figueroa, zweiten Herzogs von Feria, und seiner Gemahlin
Jane Dormer, einer Hofdame Marias der Katholischen von England,
Von Zafra nach Huelva, 180km, Eisenbahn in 71/4 St., für 21.60,
16.20, 10,80 p. — 83km Puebla de Sancho Pirez, 23km Valencia del Ventoso f
48km Fregenal de la Sierra (Fonda Copin), Stadt von 8000 Einw., in hübscher
 Lage (in der Nähe Ziguera la Real, mit alter Kirche); die Bahn steigt in
der Sierra Morena (S. 817) aufwärts ; 79km Za Nava (502m); 95km Almonaster-Cortegana
 ; 131km Calatas, mit Kiseneruben; dann am Odiel abwärts; 167km
ihralein (Diligence nach Ayamonte s. S. 501). — Huelva s. 8. A0T.
Die Bahn wendet sich in weitem Bogen n.ö. nach (184km) Los
Santos de Moimona und senkt sich dann nördl. hinab nach (197km)
Villafranca (de los Barros), dem ersten Ort (9900 Einw.) in der
fruchtbaren, aber fast baumlosen Tierra de los Barros.
211km Almendralejo, aufblühende Stadt von 12500 Einw., mit
schönem alten Herrenhaus des Marqgues de Monsalud, der ein reichhaltiges
 Museum römischer Inschriften, Skülptur- und Architekturfragmente
 zusammengebracht hat. — 2283km Torremejta, — 234km
Calamonte, — Nun über den Guadiana, mit Blick r. auf die Römerbrücke,
 und durch den römischen Aquädukt (S. 445) nach
3ä0km Megrida, 8. 8. A444.