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Vorbemerkungen. PORTUGAL.

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gesprochen; überhaupt kommt man in den Städten mit Französisch
gelten in Verlegenheit,
Das Gasthofswesen hat im Gegensatz zu Spanien im letzten
Jahrzehnt keine Fortschritte gemacht, wenn auch in den kleineren
Häusern durch die Tätigkeit der Sociedade Propaganda de Portugal
manche Mißstände beseitigt worden sind. Die besten Gasthöfe sind
auf die Bedürfnisse der reisenden Kaufleute zugeschnitten. Darüber
erheben sich nur zwei Hotels in Lissabon und das in Bussaco. Die
Häuser sind meist leicht gebaut, die Zimmer selten heizbar, Die
Verpflegung ist aber meist recht gut und die Reinlichkeit be-Friedigend.
 In kleineren Häusern sind die Betten manchmal recht
hart. Über die Preise verständige man sich bei der Ankunft, In
den ersten Gasthöfen von Lissabon und Porto zahlt man einen täglichen
 Pensionspreis (diario) von 2000 rs, an, ohne Wein, in kleineren
Orten 1000-4500 rs., mit Wein; das erste Frühstück ist dabei
nirgends eingerechnet. Zum (Gabelfrühstück (almoco), das in kleinen
Gasthöfen schon von 91/2, in den größeren von 41 Uhr ab serviert
wird, gibt es „bife“ (mal passado, wenig gebraten; bem passado,
durchgebraten‘) und „ovos“ (quentes, weiche; estrellados, Spiegeleier;
 omelete). Die Hauptmahlzeit (jantar) findet meist um 7 Uhr
statt. In manchen Orten wird zweimal angerichtet, das erstemal
bisweilen schon um 5 Uhr, Zu beiden Hauptmahlzeiten gehören unberechnet
 Kaffee oder Tee (ch4; der schwarze, preio, dem grünen,
verde, vorzuziehen). Wenn die Bedienung nicht in Rechnung gesetzt
ist, zahlt man ca. 200, in Landgasthäusern 400-150 rs, Trinkgeld
für den Tag. Hotelomnibüs gibt es nirgends, doch senden die großen
Hotels Kommissionäre an den Bahnhof; man hüte sich aber vor den
Schleppern (corretor) zweifelhafter Gasthöfe, deren goldstrotzende
Mütze die Dürftigkeit der empfohlenen Herberge nicht ahnen läßt.
An Weinen (#nto, rot; branco, weiß) trinkt man im Süden Collares
(S. 4933 300-400 rs. die Flasche), Riba-Teju und Cartaxo (S. 458), im Norden
die verschiedenen Douroweine (s. S. 530), Was wir unter Portwein verstehen,
 heißt Vinho fino oder generoso; ET jst teurer und erheblich heller
als in Deutschland (gut nicht unter 1000 rs. die Flasche). Als durststillend
beliebt ist der Vinho verde (z. B. von Amarante, S. 539), ein sehr saurer
Rotwein. Es gibt auch Schaumweine (vinho gazoso oder espumante).
Die Besichtigung der Sehenswürdigk eiten wird Fremden
auf Anfrage mittels Visitenkarte meist auch außerhalb der Besuchszeit
 gestattet (Trkg. dem Diener). Die Kunstdenkmäler in Alcobaca,
Batalha und Thomar sind stets zugänglich. An Trinkgeld zahlt man
100 rs., Gesellschaften ca. 60 rs. die Person. Der Besuch der Kirchen
ist im allgemeinen nicht lohnend.
Der 8, xv angedeutete Reiseplan berührt die wichtigsten
Orte Portugals. — Als beste Reisez eit sind die Monate April-Mai
 (vgl. S. 453) und Oktober-November zu bezeichnen. Doch entwickelt
 sich ein stärkerer Verkehr erst im Juni, wenn die elegante
Welt in die Thermalbäder, nach Cintra, Bussaco usw. überzusiedeln
beginnt. An die See geht man im August, Von Juli bis September
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