nach Lissabon. ABRANTES, 59. Route, 457

Das verfallene Ordensschloß Nossa Senhora Flor da Rosa, ca. 20 Min.
nördl. der Stadt, wurde von dem ersten Prior Frey Alvaro Gongalves
Pereira, dem Vater des Nuno Alvares Pereira (S. 508), erbaut.
Von Crato gehen tägl. Diligencen nördl. über (41km) AlpalhAo und
(Qikm) Niza nach (3ökm) Villa Velha de Rodam (S. 526), jenseit des Tejo,
zudl. über (km) Alter do Chäo, mit bedeutender Pferdezucht, nach (20km}
Fronteira,.
Weiter über den Seda. Getreidefelder wechseln mit Ginsterand
 Cistusheiden, Y9km Chanca. — 108km Torre das Vargens
(Büffeit), Knotenpunkt für die Bahn von Madrid (R. 56). .
Man gelangt in das Tal des Sör. Die Landschaft wird anmutiger ;
im Frühling überraschen die blütenreichen Cistus- und Erikabüsche.
— {19km Ponte de Sör, am x. Ufer des Flusses, im Altertum wichtiger
Platz an der Römerstraße von Merida (S. 444) nach Lissabon. Schon
treten Feigenbäume, Reisfelder und Aloes auf, Die Bahn übersteigt
Aw. den niedrigen Höhenrücken, der das Tal des Sör von dem des
Yejo trennt. 136km Bemposia, am Torto.
447km Abrantes (Hot. Central, einfach; Diligence in die Stadt,
3l/akm n.5., 400 zs.), Stadt von 6400 Einwohnern, hoch gelegen
auf dem Nordufer des Tejo, über den eine eiserne Brücke führt,
überragt von einem Kastell (Camöes, Lus. ıv. 23). Der napoleonische
General Junot führte den Titel eines Herzogs von Abrantes wegen
seines glücklichen Heereszuges von Salamanca über Abrantes nach
Lissabon (1807). -
Von Abrantes nach Guarda 8. 8, 526.
Weiter auf dem 1. Ufer des Tejo abwärts. — 153km Tramagal,
Kiefernwald und Agavenhecken, später reiche Kulturen und Reisfelder,
 — Auf einer schrägen eisernen Brücke von 16 je 30m weiten
Öffnungen hoch über dem Flusse zum nördlichen Ufer des Tejo.
164km Praia. Schöner Blick auf das Städtchen Constancia (20m),
an der Mündung des Z&amp;zere in den Tejo, In diesem eine kleine
Feleinsel mit der Burg Almourdi (s. unten); geradeaus erblickt man
den Ort Tancos (Haltestelle), — 172km Barquinha,
Von Tancos oder Barquinha besucht man die Ruine Almouröl. Die
1160 von. Gualdim Paes (5. 518) auf römischen und maurischen Grundmauern
erbaute Burg besteht aus elf miteinander verbundenen "Türmen, überragt
von dem „Vorratsturm“ (Torre de Menugem). Der Eingang ist im Norden,
{76km Entroneamento (*Bahnrestaurani, G. 500, M. 600 Tt8.,
beides mit Wein), ein Inselbahnhof. Wagenwechsel; die Züge
nach Lissabon und Oporto halten auf der andern Seite,
Von Entroncamento nach Coimbra, Pamptlhosa und Oporto 8. R. 66.
Die Bahn nach Lissabon führt meist in der weiten Tejoniederung
 an dem Hügellande von Estremadura entlang über viele kleine
Flüßchen. — 180km Torres Novas; 189km Matto de Miranda; viel
Korkeichen. L. erblickt man in reicher W eingegend das Städtchen
Qollegä, — 199km Valle de Figueira, Die ungemein fruchtbare Ebene
wird von Camödes in den Lusiaden (mr. 55) gepriesen.
208km Santarem. — BaHNHor fast 3kın von der Stadt, Diligence
100 r8., Wagen 500 18., in 45 Min, — GASTH. H. Central, in der oberen
Stadt, "G. 500, M, 600, P, 1000-1500 58., m, W.. einfach, genau akkordieren !