Geschichte, LISSABON. 60, Route, 467

die

A Tim

Om

zen
ind
il-Alt-



SS.

pe.
rdin,

1ßt

1d-Pan



ze:
em
ht

{m

AO

ınt

Far

an

Zu

ut

an

refflichen Hafen, die zweite Stelle in der Provinz Lusitanien ein und war
eben Merida (S. 444) oft Sitz des römischen Statthalters, wie Inschriften
jeweisen, Die römische Stadt lag auf dem Burghügel (S. 475), wo Reste
ines Tempels, eines Theaters und einer Thermenanlage aufgefunden worden
‚ind, Seit 407 alanisch, 585-715 unter westgotischer Herrschaft, fiel Lissabon
nach der Schlacht bei Jerez (S. 410) in die Hände der Mauren, die es
Aloschbung oder Lischbuna nannten, wurde indes schon 1147 von Affonso
Zenriques, mit Hilfe eines nordeuropäischen Kreuzheeres, das Arnold von
4erschot nach Palästina führte, erobert, .
Bedeutung gewann Lissabon erst unter Alfons III. (1248-79) durch
lie Verlegung dem Residenz vorn Coimbra hierher (1260). Die großen
Intdeckungen zu Ende des XY. Jahrhunderts und die Eroberung Ostindiens
iurch Francisco d’ Almeida (+ 1540) und Affonso de Albuquerque (+15153 3. 451)
&lt;amen vorzugsweise der Hauptstadt zu gute, die in kurzer Zeit die reichste
3tadt Europas wurde und auch die Erdbehenschäden von 1531 und 1575
»asch überwand. Die sechzig Jahre spanischer Herrschaft (1580-1640), die
Niederlagen der spanisch - portugiesischen Flotten im Kampf gegen die
Holländer, der Verlust Ostindiens waren harte Schläge. Das Erdbeben
:om 4, Nov. 1755, dem Immanuel Kant eine klassische Schilderung g6-weiht
 hat, verwandelte den größten Teil der Stadt in einen Trümmerhaufen.
 In dieser traurigen Zeit bewährte sich der große Minister Josephs[L.,
Marquez de Pombal (1750-77; S. 516), bei allen Irrtümern einer der größten
3taatsmänner des XVII. Jahrhunderts, der Portugal im Sinne des aufzeklärten
 Absolutismus zu heben suchte (Merkantilsystem). Als König
Toseph ihn nach dem Erdbeben fragte, was zu tun sei, erwiderte er bloß;
‚Sire, die Toten begraben und für die Lebenden sorgen.“ .
Der Anfang des XIX, Jahrhunderts brachte die französische Invasion,
lie Verlegung der Residenz nach Rio de Janeiro, den Peninsularkrieg, den
Verlust Brasiliens und zuzleich den gänzlichen Niedergang von Lissabon.
Aus diesem tiefen Verfall ist die Stadt seit der Beendigung der vielfachen,
bis zur Mitte des Jahrhunderts anhalienden Revolutionen groß und schön
arstanden, nicht am wenigsten durch die Initiative des deutschen Prinzen
Ferdinand von Sachsen- Coburg-Kohary, des Gemahls der Königin Maria IT.
1a Gloria, und seiner Söhne, der Könige Peler V. und Ludwig I. Am 1, Fehr.
[908 war Lissabum Zeuge der Ermordung des Königs Carlos und des Kronarinzen
 Louis Philipp. Die Straßenkämpfe anläßlich der Revolution vom
Aktaber 1910 taten der Stadt geringen Schaden (vgl. 3. 455).

8

=

18

an

X

ah

an

m

TA)

1ın

IT

vn

0m

:6
Mn

a. Cidade Baiza, Ljsbon Occidental und Buenos Ayres.
Die Mehrzahl der öffentlichen Gebäude Lissabons, die fast durchweg
 von Santos de Carvalho nach dem Erdbeben von 1755 erbautsind,
liegt an der Praga do Commercio (Pl. F 5), früher nach dem vom
Erdbeben zerstörten kgl. Palast (Paco da Ribeira, S. 475) Terreiro
do Pago genannt: im O, das Ministerium des Äußern (dos Negocios
Estrangeiros), die Börse (Bolsa; Börsenstunde 3-4 Uhr) und das
Zollamt (Alfändega, mit großem Hof; Geschäftsstunden 9-3 Uhr);
im N. die Ministerien des Innern (Minist&amp;rio do Interior) und der
Justiz (Justica € Negocios Ecelesiästicos), der oberste Gerichtshof (Supremo
 Tribunal) und die Verwaltung der Staatsschulden ( Junta do
Credito Publico); im W. die Ministerien der öffentlichen Arbeiten
‘de Fomento), der Finanzen (das Financas) und des Krieges (da
Querra), sowie das Post- und Telegraphenamt (S. 461). Hier, an
der Ecke der Rua do Arsenal, erlagen am 4. Febr. 4908 König Karl
und der Kronprinz Louis Philipp, als sie von der Landungsbrücke
des Platzes in das Palais fuhren, den Schüssen republikanischer Ver-90%
