474 Route 60, LISSABON. 5. Lisboa Oriental,

in Lissabon, umfaßt die ganze Stadt, das Südufer der Tejobucht und das
Meer, Beste Beleuchtung nachmittags,
Die wohlgepflegten Anlagen des Jardim da Esirella (Pl. C 2),
der Kirche gegenüber, sind von einem hohen KEisengitter umgeben,
dessen Tore bei Sonnenuntergang geschlossen werden. Von einem
Aussichtshügel, beim Östeingang, blickt man einerseits nach Sä0o
Vicente, anderseits auf den Tejo. — Der westliche Ausgang mündet
auf die Rua da Estrella, Dabei der 1717 angelegte zypressenreiche
Cemiterio dos Inglezes (Pl. © 2; klingeln, 100 rs.) , der älteste
protestantische Friedhof in Portugal, der u. a. das Grab Henry
Fielding’s (1707-54), des Verfassers von „Tom Jones“, enthält.
Die schattenlose Rua Saraiva de Carvalho führt nach dem großen
Westfriedhof von Lissabon. An einer Seitenstraße derselben, Rua
do Patrocinio, die sich s.w. nach dem Necessidadespalast hin fortsetzt
 (vgl. S. 481), befindet sich bei n° 59 der kleine Cemiterio Allemä&amp;0
 (PL. B 02; klingeln, 100 1s.), mit den Gräbern der Deutschen,
Schweizer und Skandinavier, — Der Comiterio Occidental (Pl.
A B 2), nach einer früheren Ermida auch C. dos Prazeres genannt,
Kegt hoch über dem Alcäntaratale und bietet einen prächtigen Blick
auf den Tejo, Ajuda (8, 482) und die Bogen der alten Wasserleitung,
Hübsche Grabstätten (jazigos) und viele Zypressen,
b, Lisboa Oriental.
Wir wenden uns aus der NO.-Ecke der Praca do Commercio
(S. 467), die Rua da Alfändega mit der S. 477 erwähnten Kirche
N, Senhora da Conceigäo Velha zur Rechten lassend, in die Rua dos
Fanqueiros und steigen durch die Rua da Conceicäo, die dritte Querstraße,
 r. hinauf zum Largo de Santo Antonio da S$(Pl.G 5),
mit der gleichnamigen, nach dem Erdbeben durch Matheus Vicente
1812 ganz erneuten Kirche, welche die Stelle des Geburtshauses des
h. Antonius von Padua (1195-1231) einnimmt. Vom Rocto (S. 468)
führen die S. 462/3 gen. Straßenbahnen no 2 und 18 hierher. —
Wenige Schritte oberhalb ist die Kathedrale
S6 Patriarchal (Pl. G 5), das älteste kirchliche Bauwerk Lissabons.
 Die Kirche wurde 1150 nach der Eroberung Lissabons von
Affonso Henriques angeblich aus einer Moschee umgebaut, auf der
halben Höhe des Burgberges südl, vom Georgskastell, mit dem sie
durch einen unterirdischen Gang verbunden ist, Bonifacius 1X.
verlieh ihr 1393 die Rechte einer Metropolitankirche. Alfons IV.
Srneuerte nach dem Erdbeben von 1344 den größten Teil des Gebäudes,
 Ferdinand I, errichtete 1380 die jetzige Westfassade. Das
Erdbeben von 1755 zerstörte die Kuppel, das darauf folgende Feuer
Dach und Glockenturm, Die Wiederherstellung nahm 26 Jahre in
Anspruch. Die beiden Türme sind abgestutzt und erhielten Anfang
dieses Jahrhunderts einen wenig glücklichen kugelförmigen Abschluß.
 Von dem nördl. Turm wurde 1383 der spanisch gesinnte
Bischof Martinho herabgestürzt.