d. Lisboa Oriental. LISSABON, 60. Route. 475

das

2)
ben,
nem
Säo
udet
iche
sste
4NIY

Ben
Rua
Ort-Ue-


PL.

int,
ick

ag,

610

:he
dos

‚AT=”):


ıte

ies
8)

ja
IM
(er
;ie

%,

y,

As
En
er
in
15
=
3

Das Innere i@t dreischiffig, Die Wände sind mit blau und weißen
Fliesen aus dem Anfang des xvın. Jahrhunderis bekleidet. — In der Capella-mör
 ruhen Alfons IV. (+ 1357) und seine Gemahlin Beatrix (Brites). —
[n der Capella de Sao Vicente, der ersten Kapelle des Chorumgangs r., be-Ändet
 sich die Aschenurne des h. Vinzenz (+ 304), die vor den Mauren aus
Valencia nach dem Kap Säo Vicente (S. 500) gerettet und von Affonso
Henriques hierher übertragen wurde (an die Raben, die den h, Leichnam
begleiteten, erinnern an dem segelnden Schiff im Stadtwappen zwei Vögel).
— Unweit im Umgang ein alter Bischofssitz, angeblich der Stuhl, auf
welchem Aifons Recht zu sprechen pflegte.
Von der Nurdseite des Umgangs betritt man den Kreuzgang; in der
vierten Kapelle ein wundertätiges Kruzifix, bekannt als „Senhor Jesus da
Boa Sentenca da Se“,

Nun an der Nordseite der Kathedrale vorbei zum Largo do
Limoeiro (Pl. G 5), mit dem Limoeiro, dem Männergefängnis von
Lissabon. Ursprünglich stand hier der Palacio da Moeda, im XIV. -
xv. Jahrhundert neben dem Paco da Alcagova (s. unten) königliche
Residenz, in weicher der Mestre de Aviz, der spätere König Johann I.
(S. 454), den Grafen Andeiro erstach, seit 1495 Gefängnis, nach
dem Erdbeben ganz erneut,

Die Straßenbahn führt weiter an der (l.) Kirche S@0o Thiago
vorüber steil hinauf zum Largo do Contador Mör (Pl. G 4), wo man
aussteigen muß, um durch die Travessa do Funil und die Rua do
Chä@o de Feira zu dem Kastell zu gelangen, das man durch‘ das
Georgstor (ohne zu fragen!) betritt.
Das Castello de S£o Jorge (Pl. G 4), das jetzt als Kaserne und
Militärgefängnis dient, ist das Kern werk der maurischen Stadt, deren
Mauern bereits über die römische Felicitas Julia (S, 466) hinausreichten.
 Von seinen Türmen beherbergte die 1755 eingestürzte
Torre de Abarran bis dahin das Staatsarchiv (S. 473). König Alfons
 IL. (+ 1279) erbaute an der Ostfront des Kastells den Paco de
S&amp;o Bartholomeu, die älteste königl. Residenz in Lissabon; sein Nachfolger
 Dionys (S. 504) wandelte den maurischen Alkazar zum Paco
da Alcacova um, an dessen Stelle schon unter Emanuel I, der Paco
da Ribeira (S. 467) als Residenz trat. Die aussichtreiche baumbepflanzte
 Terrasse an der Südseite ist in Begleitung eines Mannes
der dortigen Wache zugänglich. Derselbe erwirkt auch die Erlaubnis
des wachhabenden Offiziers zum Besuch der «hochgelegenen Esplanade,
 wo man den Gang der mittelalterlichen Mauern überschaut,
— Am Ostabhang des Burghügels liegt die Praca Nova, die als
Exerzierplatz dient und südl. von der kleinen Kirche Santa Cruz
do Castello begrenzt wird, mit vielverehrtem „Imagem“ des h. Georg,

Nachdem man beliebig wieder zur Straßenbahn hinabgestiegen
ist, gelangt man mit dieser (n° 2, „Graca“) zu der hochragenden,
zweitürmigen Kirche
Sao Vicente de Föra (Pl.H 4). Nach der Eroberung Lissabons
im J, 1147 (S. 467) gründete Affonso Henriques hier „außerhalb“
der damaligen Stadt ein Augustinerkloster, dessen Kirche 1582 durch
den jetzigen Spätrenaissancebau von Filippo Terzi (?) ersetzt wurde,