e. Straßen am Tejo. LISSABON, 60. Route, 477

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Zeit vor der Maurenherrschaft stammen und wurde 1599 bei einer
zroßen Pest vom Volk mit Erfolg angerufen, Ihm zu Ehren wurde
{6014-25 die Kirche erbaut, die nach dem Erdbeben von 1755 erneut
wurde. Schöne Aussicht auf das Hügelland im N., die Serra de
Ointra mit der Pena (S. 492) im NW. und die Tejobucht.
Von der Penha de Franga steige man entweder westl, zu der
3, 476 gen. Haltestelle der Straßenbahn n° 12 hinab oder wende sich
3.5. über die Estrada da Circumvallacäo, an dem Cemiterio Oriental
(Pl.K 4) vorüber, zu dem Asylo de D. Maria Pia (S. 478 ; Straßenbahn
 no 1417.

c. Die Straßen am Tejo (ostwärts und westwärts der Praca
do Commercio),
Die Straßen ost wärts der Praca do Commercio (S. 467) bieten
weniger Interesse (Straßenbahn n° 11, bis zum Bahnhof auch n° 7
and. 12). — In der Rua da Alfändega (Pi. G 5), die ihren Namen
jach dem die Südseite bezrenzenden Zollamtsgebäude (S. 467) hat,
ist die Kirche
Nosen Senhora da Conceicäo Velha (Pl.cv: G 5), die nach dem
Erdbeben von 1755 mit Benutzung der Trümmer der 1520 errichteten
Kirche N. 8. da Misericordie erbaut ist. Die prächtige * Fassade,
mit Portal und zwei Fenstern im reichsten Emanuelstil (S. 483), ist
ein Teil der Südseite der alten Kirche. An dem Pfeiler, der das
Portal teilt, ein Standbild des h. Michael. In dem Bogenfeld darüber
 die Madonna, einerseits den Papst Alexander VI., den Gründer
ler Bruderschaft Miguel Contreiras, und. mehrere Prälaten, anderseits
 den König Emanuel und seine zweite und dritte Gemahlin,
Maria von Kastilien und Leonore, die Schwester Kaiser Karls V.,
mit ihrem Gnadenmantel umschließend, — Ein paar Schritte östl.
von hier hat man zwischen n° 42 und 44 einen Durchblick auf die
Casa dos Bicos, die, im Xvi. Jahrh. von Braz de Albuquerque, dem
Sohne Affonso’s, errichtet, ihren Namen von den facettierten Spitzjuadern
 der Fassade (bico, Schnabel, Spitze) hat.
Durch enge Straßen gelangt man weiterhin, kurz vor dem Bahnhof
 Santa Apolonia (S. 460), zu dem
Arsenal do Exereito (Pl, H 4, 5), 1726 begonnen, nach 1760
vollendet, jetzt Kriezsmagazin und Sitz des Commando Geral da
Artilheria, Im ersten Stock des Hauptgebäudes befindet sich das
ARTILLERTE-MuSEUM ( Kingang an der Westseite; Eintritt 8, S. 465),
Jessen Säle mit Wand- und Deckenzemälden moderner portugie-Sischer
 Künstler hübsch ausgestattet sind,
Unweit nördl., am Camp de Sınta Clara, steht die als Artilleriedepot
 dienende Kirche SANTA Exeraoıa (Pl. H 4), um 1500 gegründet,
 seit 1630 als Zentralbau erneut, aber unvollendet geblieben.
 „Endlos, wie der Engracia-Bau“, oder: „Obras da Santa
Engracia“ ist ein Lissaboner Sprichwort. — An demselben Platz