4180 Route 60. LISSABON. ce, Straßen am Tejo.

bildes; 1502/38); *282, A. Dürer, der h. Hieronymus (1521 für den Dportug.
Konsul Roderigo Fernandez in Antwerpen gemalt; Skizzen dazu in der
Albertina in Wien); 285. Perugino (?), Maria mit dem Kinde; 295, Christoph
»an Utrecht (?), Bildnis des Vasco da Gama; 297. Schule des Leonardo da
Vinct, Christus,
Die Säle H und I enthalten hauptsächlich Werke der portugiesischen
Malerschule des xvr, Jahrh., die unter dem Einfluß der Schule von Antwerpen
 stand, Ihre hervorragendsten Vertreter sind: Velasco oder Vasco
Fernändez, gen. Grdo Vasco (der „große Vasco“; blühte ca, 1530-50, vgl. auch
S. 525); der aus Flandern gebürtige Frey Carlos; der Meister von Sao Bento,
ein Schüler des Quinten Matsys. In Saal H: Frey Carlos, 29. Verkündigung,
 305. der Auferstandene erscheint seiner Mutter, 306, der gute
Hirte, 309. Pfingstfest. In Saal I: Meister von So Bento, 331. Anbetung
der Könige, 33%. Darstellung im Tempel, 330. der zwölfjährige Jesus im
Tempel; 335. Velasco Fernandez, Marienleben, schöne Madonna im Garten
von Engeln bedient; außerdem an der Südwand Memling(?), Anbetung des
Christkindes, Mittelstück eines Triptychons.
Saal J: vlämische und italienische Bilder vom Ende des xv. Jahrhnnderts.
 — Saal K: kleine Bronzen; Kirchengeräte, z. T. aus dem xIıt,
und xiIm, Jahrhundert. — Saal L: Kirchengeräte aus Edelmetall, Vor-Iragekreuze,
 Reliquienschreine, Kustodien, Kußtäfelchen (sog, Pax), Kelche,
Monstranzen. — Säle M, N, O0: kirchliche und Staatsgewänder, alte Stoffe,
Stickereien, Wand- und andere Teppiche. — Aus Saal P, mit Handzeichnungen
 vou Sequeira, führt eine Nebentreppe hinab in das
ZwiscHENGESCHOß, wo in 6 Zimmern Handzeichnungen, Studien und
Aquarelle von portugiesischen Künstlern aufgestellt sind,
Westlich stößt an das Museum ein Schmuckplatz, von dem eine
üppig berankte Freitreppe mit hübscher Aussicht zum Aterro (3.481)
hinabführt,
Die Straßenbahn führt weiter, links z. T. mit Aussicht auf den
Fluß, nach der hübschen Praga d’Alcäntara (Pl. A 4), von wo
man nördl. in wenigen Min, den‘ hochgelegenen Largo das Necessilades
 (Pl, A 3, 4) erreicht. In der Mitte dieses Platzes steht ein
belisk mit Fontäne, Gegenüber die Hauptfassade des
Palacio das Necessidades (Pl. A 3, 4), die ehemalige königliche
Residenz. Das 1743-50 von Johann V. errichtete Gebäude steht an
der Stelle der Ermida Nossa Senhora das Necessidades, deren wundertätiges
 Bild „in der Not“ angerufen wurde, Der Palast hat seine
meisten Kunstschätze an das Nationalmuseum abgegeben (S. 479);
hier u. a. noch der Brunnen des Lebens von dem ältern Holbein, ein
schönes Flügelbild von Herri de Bles, Bilder von Hieron. Bosch,
An das Schloß schließt sich nördl. der schöne Park Tapada das
Necessidades. In der Administracäo“ erhält man die Eintrittskarten
für die Schlösser (S. 464). An der Fassade der Schloßkirche die
Statuen der H. Philipp Neri und Franz von dem Italiener Giusti.
Im Necessidadespalast wurden 1820 die ersten Cortes gehalten, Es
starben hier 1853 die Königin Maria II. da Gloria, die Gemahlin des Prinzen
Ferdinand von Coburg - Köhary, 1859 die Königin Stephanie, Gemahlin
Peters V, (geb. Prinzessin von Hohenzollern-Sizmaringen), und Ende 1861,
angeblich an einem typhösen Fieber, König Peter V. und seine Brüder,
die Prinzen Ferdinand und Johann. Am Weihnachtstage 1861, als Prinz
Johann im Sterhen lag, sandte der Magistrat von Lissabon eine Abordaung
an König Ludwig I. und flehte ihn an, den Sterbepalast zu verlassen, Der
König siedelte noch in derselben Nacht nach Caxias (S. 4938) über, wobei
ihn Tausende von Menschen mit Fackeln begleiteten. Am 4. Oktober 1910