LISSABON. d. Belem
d. Belem und Ajuda.
Haltestellen der Straßenbahn nach Belem (n° 6-8; S, 462/38) an der
Praca de Affonso de Albuquerque, beim Paco de Belem (8. unten), und,
5 Min. weiter westl., an der Praca de Vasco da Gama, mit dem Hieronymitenkloster
 (S. 483). Die Station Belem der Eisenbahn nach Cascaes
(R. 61c) liegt an der Praca de Affonso de Albuquerque, der Turm von Beleam
(S. 486) halbwegs zwischen den Bahnhöfen von Belem und Pedrougos, —
Nach Ajuda führen von Alcantara (S, 481) n.w. die Calcada da Tapada am
Park entlang in Vz Stunde, von der Praca de Affgnso de Albuquerque in
Belem n.ö. die Calcada d’Ajuda in 1/4 Stunde, Kine dritte Straße verbindet
\juda mit der Praca de Vasco da Gama in Belem, — Erlaubnis zum Besuch
 der Schlösser s. 8, 464.
Die Straßenbahn führt Nach der Vereinigung beider Linien in
Alcantara (S, 481) west]. weiter durch die Vorstadt Junqueira, an
schönen Landhäusern r. und der ehem, Cordoaria (Seilerbahn) 1,
vorüber, nach der Vorstadt
Belem und weiter durch die lange Rua de Junqueira zu der
Praca de Affonso de Albuquerque., Den Platz schmückt
seit 1902 eine Säule im Emanuelstil, mit 4m hohem Bronzestandbild
 des Affonso de Albuquerque (S. 454), von Costa Motta; am Sockel
allegorische Figuren und Reliefs mit Szenen aus der Eroberung
Indiens, Gegenüber das Schloß
Paco de Belem, um 1700 von den Grafen von Aveiro erbaut, von
Johann V. (1706-50) angekauft, jetzt als Absteigequartier für fürstliche
 Gäste eingerichtet. Im Picadeiro, der ehem. Stechbahn, das
Museu Nacional dos Coches (Eintritt s, S, 465), mit etwa 30 Staatskarossen,
 die z. T, noch bei festlichen Gelegenheiten benutzt werden,
besonders aus der Zeit der spanischen Philippe und bis zu Johann V,
8. 454).
Am N.-Ende der einförmigen Calcada d’Ajuda erhebt sich das
Schloß Ajuda, Prachtvoll auf der Höhe über Belem gelegen, unter
Johann VI, (1816-26) begonnen, aber un vollendet geblieben, zuletzt
lie Witwenresidenz der Königin Maria Pia (71911), Gemahlin
Ludwigs I, Der Name kommt von einer Kapelle der Muttergottes
„Yon der Hilfe“ (ajuda), die hier stand. Die Hauptfront des statt-‘ichen
 Gebäudes ist nach O. gerichtet.
Das Innere ist selten zugänglich (S, 464). Im Vestibül 44 Marmor-;tatuen
 von J/, Machado de Castro u, a. In den Stautarimmern Bilder von
Hieron, Bosch (Triptychon mit der Versuchung des h, Antonius), Oyrillo
Machado, Sequeira und Taborda Vieira Portuense. Der größte Saal, Sala
‚te Tocha, im 0., enthält Bilder aus dem Leben Johanns IV, von 7aborda,
die Sala da Audiencia eine Darstellung der Rückkehr Johanns VI. aus
Brasilien. In der Salc dos Beijamaäos („HNandkuß“) fand früher die Galacour
Stait, — In der vortrefflich ge6rdneten Bibliothek kostbare Kirchengefäße,
die aus dem ersten von Vasco da Gama aus Ostindien gebrachten Golde gearbeitet
 Sind; ferner das Schwert des Nuno Alyares Pereira (S, 508), ein
„Gorgelim“ (Halastück) der Rüstung Franz’ I. von Frankreich, u. a.
In dem zugehörigen Park, Tapada da Ajuda, befindet sich jetzt
das Instituto d’Agronomia e Veterinaria , mit landwirtschaftlicher
Versuchsstation. .
Schräg gegenüber der SW.-Ecke des Schlosses ist der Kingang
Jes BOTANISCHEN GARTENS (wenn geschlossen, schicke man dem

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