Umgebung v. Lissabon. LUMIAR, 61. Route. 487

Pronzedenkmal dieses portug. Marschalls und Staatsmannes (1791-1876)
 steht. R. unten bleibt der Schlachthof (Matadouro) legen.
Weiter durch die Rua do Arco do Cego, an der Ostseite des Campo
Pequeno, mit dem Stierzirkus (Praga de Touros), entlang (bis hierher
auch Straßenbahn n° 11, S. 463), dann durch den langgestreckten
Vorort Campo Grande, mit einer am Ende des xyz. Jahrh. von dem
Grafen Linhares angelegten hübschen Promenade, die Do, und So.
von der Lissaboner vornehmen Welt besucht wird. — Bald darauf
folgt das Landstädtchen
Lumiar, berühmt durch die Parkanlagen (Quintas) der Duques
de Palmella (2 Min, von der Straßenbahn, erste Querstraße links)
und der Margueses de Angueja und Olh&amp;o. Eintritt überall gestattet. —
Am Endpunkt der Straßenbahn stehen Wagen bereit (akkordieren ! )
zur Weiterfahrt nach dem 2km entfernten
Odivellas, mit dem von Diniz (S. 504) 1305 gestifteten Zisterzienser-Nonnenkloster
 (jetzt Institut für Offizierstöchter), in dessen
Kirche der König beigesetzt ist. Im Chor drei Bilder, angeblich
von Gräo Vasco (S. 480). Am Portal eine türkische Kanonenkugel
ıns der Belagerung von Ormuz, die der Kommandant, Alvaro de
Noronha, 1557 hierher sandte.

b. Das Südufer der Tejobucht.
Dampfboote ( Vapores Zisbonenses): von der Pragu do Commercio (Pl.
F 5) nach Barreiro 5-Gmal täglich, hin und zurück 200 r8.; — vom Caes
jo Sodre (Pl. E 5) nach Caoetihas, alle 40 Min. für 50 rs. (keine Rückfahrkarten);
 wer nicht zu Fuß nach Almada hinaufgehen will, findet am Landeplatz
 Wagen (handeln !); 2 Stunden genügen,
Barreiro, mit Korkfabriken und schönem Blick auf die Tejobucht
 und Lissabon, Ausgangspunkt der südportugiesischen Bahnen
(R. 62, 63). Diligence nach AzeitZo (S. 495; 19km, 220 18).
_Cacilhas, auf einem Vorsprunge des Südufers direkt gegenüber
Lissabon, ist ein kleiner Hafen mit reichlich fließenden Quellen,
an denen die Schiffe Wasser einnehmen, Kine Straße führt von
hier nach dem hochgelegenen Städtchen Almada hinauf. Bei dem
Fort und der Kirche Sao Paulo hat man namentlich morgens einen
schönen * Blick auf Lissabon. Stierzirkus ( Praca de Touros) s. 3.464.
Keichlich 2km südl. von Almada liegt die ehem, kgl, Villa Alfeite, mit
schönem Park (Eintritt gegen Trkg.).
Von Almada kann man westl. über Pragal durch die weinberühmte
Caparica nach (8km) Trafaria wandern, der Heimat der Schiffer, die
Lissabon mit Fischen versehen. Etwas Östl, von Trafarin liegt das 1857
nach der gelben Fieberepidemie erbaute Lasareio, eine Quarantänestation
mit Hotel und Isolierbaracken, Die gsandige Fortsetzung des Tejoufers bis
zum Leuchtturm von San Zourenco do Bugio (S. 488) ist ohne Interesse,
Von 'Trafuria 1äßt man sich nach Belem (S. 482) übersetzen,

e, Estoril und Cascaes.

36km. Eisenbahn: im Sommer 32, im Winter 12 Züge in 36-64 Min.
/Directos mit 3, Mixtos mit 19 Zwischenstationen), für 470, 340, 230 ra,
Abfahrt vom Caes do Sodr6 (S. 460); Nebenbahnhöfe für die wegtl. Stadt