MOURA. 63. Route. 499

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Nossa Senhora da Conceic&amp;o, aus dem Ende des xv. Jahrhunderts, ist
äußerlich gut erhalten, innen aber verwahrlost; in dem einfachen
Steinsarg 1. vom Hauptaltar sollen die Gebeine des Infanten Dom
Fernando, des Vaters Emanuels d. Gr., ruhen, In Beja, wie in andern
Orten der Provinz Alemtejo, muß das Wasser aus entfernten Brunnen
in Tonkrügen auf Eseln oder besondern Wagen zur Stadt gebracht
werden.
Von Beja nach Moura, 50km, Eisenbahn in 21/4 St., für 1120, 870,
300 rs. — Zwischenstationen: 20km Quintos; dann am Gyadiana entlang,
zuletzt über den Fluß; 20km Serpa, Stadt von 6000 Einw., die ihren aniken
 Namen bewahrt hat. — Moura (Gr. Hot. da Empresa das Aquas,
5 Min. vom Bahnhof, recht gut, P. 1000-2000 rs.), gewerbreiches Städtchen
ınd Badeort, 00m von der Mündung des Ardilla in den Guadiana. Von
lem 1298 vom König Diniz (S. 454) verstärkten maurischen Kastell sind
nur ein Turm und einige Mauern erhalten, Am Fuße des Turms entspringt
die Agua Castello, die bedeutendste der alkalischen Quellen. Dabei das
Badeetablisaement und ein kleiner Kurpark („Largo“).
VonBeja nach Mertola (S. 501), 52km, gute Landstraße: Diligence
nicht brauchbar; ar bei Antonio Barrocas, Eduardo Careto, Silva
Joinhas, kaum ‘unter 4000 rs., Decken und Mundvorrat mitzunehmen (auch
*ür die spätere Dampferfahrt von Mertola, s. S. 501).
179km Figueirinha; 192km Carregueiro; 201km Cazevel. — 8,8.
von (207km) Ourique liegt der Campo d’Ourique, wo Affonso Henriques
 1439 die Mauren schlug. — 220km Garvz0. Die Bahn durchdringt
 die Serra Calder@£0 in einem langen Tunnel und senkt sich
zur Küstenebene,. — 243km Odemira, am Flusse Mira, den die
Bahn überschreitet. — 255km Savoia Monchique, mit 5000 Einw.,
malerisch am nördl. Fuß der Serra de Monchique (903m) gelegen.
Die Bahn steigt in malerischer Gegend, über mehrere Viadukte,
zur Portella dos Termos, zwischen (r.) Serra de Monchique und (1.)
Serra da Mezquita; dann wieder bergab nach (276km) San Marcos
de Serra und über die Flüsse Odelouca und Kilves (dazwischen ein
langer Tunnel). Jenseit (290km) SZo Bartholomeu de Messines in
Windungen abwärts zur Küstenebene. Das Landschaftsbild ändert
sich plötzlich: die Vegetation wird üppiger, MandeJ-, Johannisbrot-,
Feigenbäume treten auf,
302km Tunes, Knotenpunkt für die Zweigbahn nach Portimäo.
Von Tunes nach Portimäo, 27km, in ca. 4 St., für 510, 390, 280 rs.
— 18kın Silves, am Rio de Silves oder d’Arade, die alte Hauptstadt. von
Algarve, mit bemerkenswerten Befestigungen aus maurischer Zeit und gotischer
 Kathedrale, In der Umgebung ausgedehnte Korkeichenwälder.
Portimäo (Hot. Rocha, Diligence 50 rs.), an der breiten Mündung des
Rio de Silves. Ein langer Brückendamm verbindet den am 1. Ufer gelegenen
 Ort Ferragudo mit Villa Nova de Portimäo (MH. Viola, ganz gut, P,
L000 r8. ; deutscher Konsu! J. J. Serpa) am r. Ufer: Umnibus vom Bahnhof
nach beiden Orten. Die Flußmündung wird von zwei malerischen Kastellen
aus dem xYv. Jahrh. eingefaßt. — Hübscher Spaziergang an den Strand
(Praia da Rocha), wo eine Dependenz des Hotels Viola ist, mit wild zerklüfteten
 Felsen. — Eine Diligence (20km, 450 rs.) führt nördl. nach dem
in 455m Meereshöhe reizend gelegenen Monchique (Hot. Cunha), von wo
man Ausflüge macht: auf schöner von alten Kastanien- und Nußbäumen
aingefaßter Straße nach der Schlucht Barranco dos Pisöes; zu Esel (802 r8.)
auf den Pico da Foia (905m), mit umfassendem Rundblick, — Eine andere
Diligence (Zikm, 300 rs;: Abfahrt früh) führt vom Bahnhof Partimäo nach