500 Route 63. = FARO.

Von Lissabon

der einst wichtizen Seestadt Lagos (HM. do Rato, leidlich), dem Zacobriga
der Römer, mit Befestigungen aus dem xyır. Jahrh., die seit dem Erdbeben
von 1755 in Trümmern liegen.
Die SW.-Spitze von Portugal, das Cabo de Sao Vicente, das Promon-(orium
 Sacrum der Alten, ist noch 36km von Lagos entfernt: Wagen bis
Villa do Bispo (ca. 20km, 3500 rs,), von da Reittier (hin und zurück ca, 4 St.).
Am „Heiligen Vorgebirge“ gründete Heinrich der Seefahrer (S, 454) 1421 die
Stadt Sagres, mit Schifswerften und Seemannsschulen, als Stützpunkt für
Entdeckungsfahrten (vgl. S, 514). Auf dem Kap ein Leuchtturm.
Die Eisenbahn überschreitet den Algoz. 307km Albufeira. —
334km Loule (H. Central), wohlhabende Handelsstadt von 18 900
Kinw., mit maurischen Ruinen.
5340km Faro (HA. Magdalena, 5 Min. vom Bahnhof, P. m. W,
1300 r8., leidlich), Hauptstadt der Provinz Algarve (al-Gharb, „der
Westen“ der Araber), mit 12000 Einw, ‚am Rio Formoso, 1260 von
Alfons II. den Mauren entrissen, 1596 von den Engländern zerstört.
 Der große Hafen, in dem Obst, Wein, Kork, Sumach, Körbe
und Anschovis zur Ausfuhr kommen, liegt zur Ebbezeit wie ein
Wattenmeer trocken. — Beim Austritt aus dem Bahnhof r. eine
Avenida mit einem Obelisk zu Ehren des Politikers Ferreira d’ Almeida
(1910). Weiter schließt sich die palmengeschmückte Praca D,
Franeisco Gomes an, an deren Südende das Post- und Telegraphenamt
 liegt, Durch einen Torbogen mit der Marmorstatue des Stadtheiligen
 Thomas gelangt man zur bischöfl. Kathedrale, einem dreischifügen
 Renaissancebau mit Holzdecke; neben dem abgestürzten
Turm, einem Rest romanischen Stils, ist ein Grundstein von 1531
eingemauert. Am Platz das Seminar, der Bischofspalast und die
Camara municipal, mit einem unbedeutenden archäologischen
Museum, Weiter zum Kastell, dessen älteste Teile Mmaurischen
Ursprungs sind; erhalten ist noch der Kreuzgang des ehem. Frauenklosters
 8, Bento, im Emanuelstil. Das Kastell dient jetzt industriellen
 Zwecken (Korkfabrik, Sa, und So. geschlossen). — Weit
üraußen auf den Sandinseln der Leuchtturm Cabo de 8. Maria.
Eine Diligence (10km, 400 r8.) führt nördl, nach Estoy, mit Palast
und Park des Visconde de Estoy und nicht unbedeutenden Resten der
unter den Römern blühenden Stadt Ossonoba,
Die Eisenbahn führt auf einem Damm durch den Hafen an den
Mauern des Kastells vorbei. — 342km 8. Francisen, Haltestelle für
den östl. Teil von Faro.
350km Olhäo (H. Franco-Portiuguez), regelmäßig gebautes modernes
 Städtchen, das seinen Wohlstand der ertragreichen Fischerei
verdankt. Konservenfabriken,
Es folgen r. Salinen, 1. der Monte Frigo, Zahlreiche Bauernhöfe.
 Uppige Vegetation bei künstlicher Bewässerung, — 360km
/uzeta, mit Weinbau,
372km Tavira (H. Avenida, auf dem r. Flußufer, unterhalb der
Brücke, P. m, W. 1000 r8., dürftig), Stadt von 12000 Einw., auf
beiden Ufern der hier mündenden Saqua, mit Resten der alten Befestigung.
 In der kleinen Renaissancekirche Misericordia &lt;ntares-