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65, Von Vallado über Alcobaga und Batalha nach Leiria,

31km. Landstraße. Diligence von Vallado nach (6km) Alcobaca im
Anschluß an die Züge (100 rs.). Wagen in Alcobaca: nach (18km) Batalha
2000 rs., über Batalha (mit mehrstündigem Aufenthalt) nach (25km) Leiria-Bahnhof
 4000 rs. (akkordieren! von Leiria s, S. 504). — Vgl. auch S. 502.
Die Straße von Alcobaca nach Leiria, ein Teil der alten Landstraße
zwischen Lissabon und Coimbra, ist reich an geschichtlichen Erinnerungen.
Die Klöster von Alcobaca und Batallıa sind neben Belem und Thomar die
zroßartigsten Baudenkmäler aus der Blütezeit des Landes und sollten von
keinem Kunstfreund übergangen werden. Die Besichtigung beider an einem
Page ist anstrengend. Wer die Eindrücke bewahren will, übernachte in
Alcobaca trotz des mäßigen Gasthauses.
Vallado s, S. 504. — Die schattige Straße führt östl. im Alcoatale
 aufwärts; halbwegs eine Fabrica de faiangas e tejidos.
Alcobaca (H, Alcobacense, früher Gallinha, im S. des Klosters,
P, 1400 rs., leidlich), in reizender Lage zwischen den Flüßchen
Alcoa und Baca, westl, überragt von einem Hügelrücken, der
Trümmer einer Maurenburg trägt, ist berühmt durch seine ehemalige
* Zisterzienserabtei (Mosteiro de Santa Maria), die eine der
reichsten Portugals und eine der größten der Welt war. Sie wurde
von Affonso Henriques nach der Einnahme von Santarem (S, 448)
gegründet und 1148-1222 erbaut. Der Abt gehörte zu den höchsten
Würdenträgern des Landes. 900 Mönche sangen, wie es heißt, abwechselnd
 ohne Unterbrechung Tag und Nacht Messen. Der Abt
Joäo Dornellas sandte allein aus der Zahl seiner Vasallen elf Fähnlein
in die Schlacht von Aljubarrota (S. 508). Die Franzosen verwüsteten
las Kloster 1810; 1834 wurde es aufgehoben.
Das Gebäude, eine fast quadratische Anlage mit einer 221m 1.
Front, umfaßte fünf Kreuzgänge, sieben Dormitorien, eine Hospedaria
 und eine bedeutende Bibliothek. Die nördlichen, aus der
Zeit des Abt- Kardinals Affonso, Sohnes Emanuels des Großen,
stammenden Teile des Gebäudes dienen jetzt als Reiterkaserne, Die
riesige Küche in dieser ist nicht weniger als 31m lang und breit und
14m hoch; sie wird von einer Ableitung des Alcoa durchflossen.
Der konische, von acht eisernen Säulen getragene Küchenschornstein
 ähnelt denen des Schlosses von Cintra (S. 490). &gt;
Die * Kırcus ist ein großartiger dreischiffiger Hallenbau frühgotischen
 Stils, 106m.lang, 21m hoch, 16m breit, an französische
Zisterzienserbauten erinnernd, Die barocke Fassade stammt mit
Ausnahme des gotischen Portals aus der Zeit des Kardinals Henrique,
 des 26, und letzten der lebenslänglichen Äbte (xvır. Jahrh.),
Das Innere (tagsüber geöffnet; r. vom Hauptportal im Seitenschiff
 ein Glockenstrang für den Sakristan, zweimal läuten; Trkg.
150-200 r8.) macht mit seinen 24 enggestellten schmucklosen
Pfeilern, die vom Eingange aus gesehen wie eine einzige Wand erscheinen,
 und den ungewöhnlich schmalen Seitenschiffen einen
strengen, fast düstern Eindruck. Das Querschiff hat nach dem Lang-