Vallado - Leiria, BATALHA, 65, Route, 509

arinnernde Name Batalha, gehen auf englische Vorbilder zurück,
was sich aus der Herkunft der Königin (8. 510) erklärt; auch die
Steinmetzen bezog man wahrscheinlich aus England; als Baumeister
werden Affonso Domingues (| vor 1402) und Houguet oder Huet genannt.
 Johanns Sohn, König Eduard (Duarte; 1434-38), erweiterte
den Plan und begann den Bau einer neuen großartigen Grabkapelle
hinter dem Chor, ‚aber nach seinem frühen Tode beschränkte sich
sein Nachfolger, der kriegerische Alfons V.(1438-81), auf den Bau
eines zweiten Kreuzgangs, als dessen Urheber man Maurtim Vasques
(+ vor 1448) oder Ferndo d’Evora (lebte noch 1473) ansieht.
Erst Emanuel der Große (1495-1521), der Neffe und zweite
Nachfolger Alfons’ V., nahm, wie 08 heißt auf Bitten der Königin-Witwe
 Leonore (S. 478), das Vermächtnis des Großvaters wieder
auf. Doch schritten die Arbeiten nur langsam vorwärts, da der
König sein Interesse bald dem neuen Kloster von Belem zuwandte
und sich dort seine Gruft wählte (S. 484). Als seine Baumeister
werden Matheus Fernandes d. Ä. (seit 1480; 1 41515) und .M, Fernandes
 d. J. (| 1528) namhaft gemacht; auf Entwürfe des ersteren
yehen wohl die Vorhalle der neuen Grabkapelle mit dem berühmten
Portal und die mächtigen Pfeiler des oberen Achtecks zurück, In
dem gleichen prächtigen Emanuelstil (8. 483) wurde dann auch
das Fenstermaßwerk des ersten Kreuzgangs ausgeführt. Mit Jo@o
de Castilho’s (S. 483) Renaissancebrüstung der Vorhalle kam der
yroßartige Prachtbau der neuen Grabkapelle unter Johann I,
(1521-57) zum Stillstande und blieb „unvollendet“ (S. 512). Doch
erweiterte der König das Kloster, das nun für sechzig Mönche Platz
bot, 1551 noch um einen dritten Kreuzgang.
Das Erdbeben von 1755 vernichtete angeblich den Turm der
eisten Grabkapelle. Im J. 1810 plünderten die Franzosen unter
Mass6na die Königssarkophage und zerstörten einige Teile des Gebäudes,
 1834 wurde das Kloster aufgehoben und 1840 zum Nationaldenkmal
 erklärt, Seitdem nach und nach neu hergestellt, erscheint
 Batalha, das große Freiheitsdenkmal des portugiesischen
Volkes, jetzt wieder als eines der glänzendsten Bauwerke der
Christenheit, das zwar in Ansehung der Lage hinter der Alhambra,
dem größten maurischen Baudenkmal der Halbinsel, zurückbleibt
und des Zaubers der arabischen Sinnenwelt entbehrt, aber den
Maurenbau an märchenhafter Pracht noch fast übertrifft, Das
Material, ein marmorartiger weißer Kalkstein aus den nahen Steinbrüchen,
 hat im Laufe der Zeiten eine schöne goldbraune, z. T.
allerdings auch schwärzliche Färbung angenommen,
Ein Aufseher (150-200 rs.) zeigt die Kirche, ein zweiter (200-300 r8.)
Kreuzgänge, Museum, Kaopitelaaal, Capellas imperfeitas und Dach.
Die *Kirche ist eins der edelsten Denkmäler fein durchvyebildeten
 gotischen Stils, Das z. T. erneute Hauptportal, im. W.,
ist reich gegliedert und mit Skulpturen geschmückt (Moses und
die Propheten, in den Bogenleibungen Heilige und Engel; oben im

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