510 Route 65. BATALHA, Von Vallado

Giebel Gott Vater mit den vier Evangelisten und die Krönung
Marias). Vor dem Portal das Grabmal des Baumeisters Matheus Feornandes
 d, A, (S. 509), Südlich nebenan die Stifterkapelle (s, unten);
las obere, von schönen Strebebogen gestützte Achteck (seit dem
Erdbeben?) mit einer flachen Steindecke überwölbt. Der Hauptturm
 der Kirche (S. 513) ist hier nicht sichtbar.
Das 80,3m 1. und 32,5m h, Innere hat ein dreischiffiges Langhaus
 mit je acht schmucklosen Pfeilern, sowie ein schmales Querschiff
 mit fünfseitigem Chorabschluß und je zwei dreiseitig geschlossenen
 Nebenkapellen. Das Fehlen aller Nebenaltäre und Schmuckgegenstände
 bewirkt eine erstaunliche Resonanz. Hohe bunte Fenster,
die meisten in neuerer Zeit unzureichend ergänzt, machen den
Raum ungemein hell. In den Chorfenstern sind noch die alten
Malereien von Guilherme de Belles, Mestre Jo&amp;o und Antonio Taca
arhalten, mit Darstellungen (1.) der Verkündigung und Heimsuchung
Mariä, (r.) der Anbetung der Könige und der Flucht nach Agypten.
Von den Chorkapellen enthalten: die mittlere, Capella-mör, das
Grabmal des Königs Eduard (S. 509) und seiner Gemahlin Leonore
von Aragonien, mit vielfachen Spuren französischer Zerstörungswut;
 die äußere Kapelle 1., €. de S, Barbara, das Grab des Herzogs
von Aveiro, Vaters des in Belem hingerichteten Verschwörers (S. 483;
Wappen und Inschrift ausgekratzt), die äußere Kapelle r., C. des
Märtyres, das in schwarzem Marmor und Mosaik ausgeführte Grabmal
 des Diogo Lopes de Sousa, Grafen von Miranda und Großmeisters
les Christusordens (S. 514), und guten Mosaikschmuck.
Ein prachtvolles Portal führt aus dem südl. Seitenschiff in die
*°* Grabkapelle des Stifters (Capella do Fundador), ein 19,gm
zroßes Quadrat, mit einem von acht Pfeilern getragenen lichten
Achteck in der Mitte. Hier ist alles von höchster Vollendung: die
schlanken Pfeiler, die reichverzierten Bogen, das Maßwerk der
Fenster, die Rosette in der Wölbung des Achtecks usw. .
Die Mitte der Kapelle nimmt der hohe, von acht Löwen geiragene
 Sarkophag Johanns I, („de boa memoria“; ++ 1434) und
seiner Gemahlin Philippa von Lancaster (Tochter Johanns von Gaunt;
| 1416) ein; der König hält mit seiner rechten Hand die der
Königin; der große Baldachin zu ihren Häupten, mit den Wappen
Dortugals und Englands, ist ganz erneut; an der Kleidung sind
Reste von Vergoldung und Yarben erhalten. Um den Rand luft
&gt;ben eine Girlande von Rubuszweigen mit dem Wahlspruch y me
plet (il me plait) und por bem (S. 491). Die Leuchter an den Ecken
sind zur Aufnahme von Fackeln bestimmt.
Auf der Südseite der Kapelle stehen in Nischen die (stark erneuten)
 Wandgräber vier jüngerer Kinder des Königspaares:
Zuerst links das des Infanten Ferdinand, des durch Camödes’
Verse (Lusiaden IV) und Calderon’s Tragödie unsterblich gewordenen
 „Principe constante“, der „das öffentliche Wohl höher
nielt als das eigene* (Camödes), mit dem Wahlspruche le bien me plet.