THOMAR. 68. Route, 513

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‚n den Ecken acht Wappenschilde angeordnet. Alles übertrifft das
Zierwerk des Portals, wo der Stein sich gleichsam in ein einziges
Spitzengewebe überreicher phantastischer Muster auflöst.
Der jüngste Teil der unvollendeten Kapellen, die zierliche Re
naissancebrüstung JoXo de Castilho’s an der Eingangsseite der Vorhalle,
 fällt etwas aus dem Bilde.
Man versäume schließlich nicht, aus den unvollendeten Kapellen
ader (bequemer) aus dem Kreuzgange Alfons’ V, das Dach der
Kirche und ihren Turm neben dem nördl. Seitenschiff zu besteigen
(160 Stufen); oben vorzüglicher * Überblick über die sämtlichen
Sobäude und die reichbebaute Umgebung des Ortes.
{n dem Dorfe Batalha ist noch südös!l. die 4512-82 von JoZo de Castilho
arbaute, jetzt verfallene Kirche Santa Cruz, mit hübschem Renaissanceoortal
 und einem zierlichen Retabulo, bemerkenswert. — Hübsche Aus-Sicht
 von den Höhen im Osten oder aus dem Pinienwald im Westen,

Von Batalhanach Leiria (S, 504) führt die Straße (12km;
Wagen in 1!/4 St., vsl. S. 504) durch Pinienwald, dann zwischen
Jetreidefeldern und Reben hin; 1 fern der Pinhal Real (S. 504).
Sie berührt Azoia, von schönen Eichen umgeben, und senkt sich
dann, bald mit Aussicht auf das Schloß von Leiria, in das Liztal
hinab.

66. Von Lissabon über Entroncamento, Alfarellos,
Coimbra und Pampilhosa nach Porto.

3i6km. Eisenbahn: täglich drei Personenzüge in 10-13 St., für 6969,
3410, 3870 18,3 Abendschnellzug (I. und II. KL. und Speisewagen) in 5% St.z
zußerdem zwischen Lissabon und Pampilhosa der 8. 7 gen, Süudexpreß, mit
Anschluß (Wagenwechsel) von da nach Porto (51/2 St.)., Zwischen Aveiro
‘8, 517) und Porto verkehren noch zahlreiche „Tramways“, — Bahnrestauvants
 gut in Zntroncamento und Pampilhosa, Büffett in Cotmbra-Bifurcagäo,
Von Lissabon bis (113km) Entroncamento 8, 8, 459-457.
Die Bahn (Aussicht links) verläßt das Tejotal und durchschneidet,
 an den Dörfern Atalaya und Carrasedes vorbei, die östl. Ausläufer
 der Serra do Aire.
128km Payalvo, Station (Diligence 210, Wagen 1000 18.) für das
ım NabZo ca, Skm Östl. gelegene
Thomar (122m; Gasth.: Uni@o Commereial, 6. 400, M. 600,
P. 1200 r5., m. W., ganz gut), eine der sehenswertesten Städte
Portugals, mit altertümlichen Kirchen und dem im W. der Stadt
über der freundlichen Olivenebene aufragenden Ordensschloß der
Christusritter.
Während der Maurenkriege wurde 1159 das am linken Nabäoufer gelegene
 Castello de Cöras, das nach der lokalen Tradition die Stelle des
alten Nabantia einnimmt, den Tempelherren verliehen, Ihr Großmeister
Gualdim Paes errichtete hier die Kirche Santa Maria do Olival, begann aber
sehon 1160 auf dem Höhenzuge am rechten Ufer den Bau einer festeren
Burg, unter deren Schutze die Stadt 7homar entstand. Wie die alte Inschrift
 an dieser Burg besagt, wehrten die Templer hier 1190 einen sechs.
jägigen Angriff der Almohaden (S. 357) unter Abu Jakıb Jüsuf siegreich ab,
Bedekers Spanien u. Portugal, 4, Aufl,