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nach Porto. THOMAR. 66. Route. 515
‚ancekirche Nossa Senhora da Conceic@o (1579, vielleicht schon
15417) vorüber, zum Ostende des Berges, wo an der der Stadt zuzekehrten
 Seite die stolzen Trümmer des Palastes Heinrichs des See-Fahrers
 aufragen, der im XYI. J ahrhundert von der Königin Katharina,
Witwe Johanns HL, vergrößert und umgebaut wurde. Auf der Nordseite
 ist der Claustro da Hospedaria zu einer Kaserne ausgebaut,
von der aus der Turm und der aussichtsreiche Balkon der alten
Templerburg zugänglich sind.
Die eigentliche XOHRISTUSBITTERBURG bietet ein vortreffliches
Bild der portugiesischen Bauentwicklung vom ZIL-XVIL J ahrhundert.
Aus der Templerzeit stammen die seit 1162 auf dem höchsten
Punkte des Berges angeblich nach dem Vorbilde der Grabeskirche
:n Jerusalem errichtete alte Kirche, sowie ein kleiner Kreuzgang;
zwei weitere Kreuzgänge und ein Kapitelhaus errichtete Heinrich
Jer Seefahrer. Von Emanuel rühren die neu® Christusritterkirche
mit einem Kapitelsaale im Untergeschoß , der kleine Claustro de
ZJanta Barbara und das unvollendete neue Kapitelhaus her. Um-7assende
 Neubauten machte die Umwandlung des Ordens durch
Johann II. erforderlich; zu den vier alten traten vier neue Kreuzzänge,
 große Dormitorien und andere Gebäude hinzu; erst unter
Jen spanischen Königen, die die Ritterburg verfallen ließen, wurden
Jiese Baulichkeiten vollendet. Philipp IL und Philipp IN. erbauten
auch 1595-1613 die großartige 5km 1. Wasserleitung. Die Franzosen
verbrannten 1810 das reiche Stuhlwerk der Emanuelkirche, den
zänzlichen Verfall des Gebäudes verhinderte der Conde de Thomar,
ier nach der Aufhebung des Ordens (1834) 1843 einen Teil des
Klosters ankaufte,
Wir durchschreiten am Ostende zwei Tore und erreichen durch einen
als Obstgarten dienenden Hof (r. die Wohnung des Schließers; Führung
1-41/a Stay 400-200 rs.) und über eine schöne Doppeltreppe zunächst eine
zroße Plattform, an welcher links das von Joä0 de Castilho (S. 483) er-Achtete
 Neue Kapitelhaus, eine unzugängliche zweistöckige, bis auf die
Außenmauern unvollendete Anlage, mit einem dreiseitigen Ausbau für den
Thron des Großmeisters im Öbergeschoß; rechts die zinnenbekrünte
Templerkirche (8. unten) und, von dem Claustro de D. JoXo ILL (S. 516)
z. T. verdeckt, die XKChristusritterkirche („Emanuelkirche“), ebenfalls von
Tokio de Castilho. Das reiche an Belem (S. 481) erinnernde Portal und darüber
 die prächtige, mit der Armillarsphäre Emanuels (5. 541) und dem
Drdenskreuz geschmückte umlaufende Maßworkgalerie bilden hier den
Haupischmuck des Äußern. Das Innere, mit einem Hochehor (Eingang
3. S, 516) an der Westseite, hat ein über zierlichen Konsolen aufsteigendes
sohönes Netzgewölbe.
Die *Templerkirche ist durch einen mächtigen Spitzbogen, an welchem
r. eine schöne Renasissancekanzel, mit der Christusritterkirche verbunden
und bildete seit der Emanuelzeit den Chor (capella-mör) des Ganzen, Sie ist
an sechzchnseitiger Zentralbau mit einem achteckigen Mittelraum (charola}
für den Hochaltar. Die einst glänzende Ausschmückung der Kirche hat
arg gelitten, die von einem Niederländer ausgeführten Gemälde sind sehr
beschädigt, z. T. übertüncht, z, T. restauriert, von den zwölf holzgeschnitzten
Prophetenstatuen an den Wänden sind nur noch fünf vorhanden.
‘An die Templerkirche grenzt n.ö. der gotische Claustro do Cemiteridg, der
einzige noch vorhandene Gebäudeteil aus der Zeit Heinrichs des Seefahrers,
mit Grabmälern der Großmeister Diogzo da Gama (+ 1523) und Balthazar
50m