516 Route 66. FPOMBAL. Von Lissabon

da Faria, der unter Johann III die Inquisition in Portugal einführte.
Am Fuß eine Säule in der SW.-Eceke liest man den Namen des Architekten,
Fernzo Alvares. Gegenüber ist der Aufgang zu dem kleinen Turm mit
der größten Glocke in Portugal.
Die Führung geht durch die 4620 unter Philipp XII. erbaute Sakristei
und über Stufen zum Hochchor der Christusritterkirche (S, 515). Weiter
gelanzen wir durch eine reichverzierte Tür im Emanuelatil zum * (austro
de Jo&amp;o IIT, einem nicht vor 1562 vollendeten prachtvollen, z. T, an die
Schöpfungen Palladio’s erinnernden zweigeschoussigen Spätrenaissancebau,
mit einem zierlichen Brunnen in der Mitta des Hofes, Eine Tür führt hier
zu dem Kapifelsaal unter dem Hochchor (S. 515), wo die Innenarchitektur
des Fensters an indische Muster erinnert. Vom obern Geschoß des Kreuzganges
 halt man einen Blick auf die von zwei halbindischen Strebepfeilern
eingerahmte prächtige *Westfassade der Christusritterkirche und auf den
anstoßenden kleinen Ciausiro de Santa Barbara, im VFrührenaigsancestil.
Die Halbfigur an der Nordseite der Kirche, unter dem phantastischglänzenden
 Kapitelsaalfenster, gilt als Bildnis des Baumeisters(?) Ayres do
uintal.
* Die weitere Führung durch die ausgedehnten Klosterbauten des xvr,-XVIL,
 Jahrhunderts ist ermüdend und uninteressant: weitere gewaltige
Kreuzgänge, von denen der Claustro dos Corvos dem Grafen von Thomar
als Wohnung dient, der Claustro da Micha jetzt z. T. restauriert wird,
lange Korridore mit beiderseitigen Zellenreihen und einem zierlichen
Kuppelraum in der Mitte, das Refektorium, die Wohnung des Ables und das
Noviziat, nebst großen Wirtschaftsräumen im Untergeschoß,
Landstraße von Thomar nach Leiria 8, S. 503.

Die Eisenbahn steigt und durchbricht verwitterte Felshöhen, —
137km Ch@o de Maga: (S, 505). — Tunnel,
146km Cazarfas, an einem Nebenflusse des Nabäo. Große Pinienwälder.
 Ein zweiter Tunnel führt durch die Wasserscheide zwischen
dem Tejo und Mondego. Abwärts über (156km) Albergarfa in das
Tal des Arunea, den man bei (168km) Vermoil erreicht.
177km Pombal (Hosp. Dionizio), hübsches, 1181 von Gualdim
Paos(S. 513) gegründetes Städtchen, am r. Ufer des Arunca, mit hochragender
 Schloßruine, bekannt durch den Marquistitel des Sebastido
Jos&amp; de Carvalho e Mello, Josephs I. allmächtigen Ministers (S. 454,
467), der 1699 in Soure (s. unten) geboren wurde und in Pombal 1782
in der Verbannung starb. Sehenswert die Überreste der romanischen
Templerkirche, früher wahrscheinlich Moschee, mit interessantem
Hufeisenbogen-Portal und andern maurischen Resten an den Kapitälen
 der Pfeiler und dem Gewölbe, die Schloßruine (Castello) und
die moderne Igreja Matriz,
Landstraße von Pombal nach Zeiria, 8. S. 505,
Die alte Lissaboner Landstraße (8. 506) führt von Pombal n.ö. direkt
durch das Gebirge, über Redinha, Condeixa (in der Nähe das alte Comimbrie@;
 vgl. S. 519), und Sernache nach (42km) Coimbra (S. 519): zu Wagen
eine Tazestour.

Die Bahn bleibt am r. Ufer des Arunca; viel Korkeichen. Östl.
die Serra ds Louz@ (S. 524). — 192km Soure (s, oben). — Bei der
Weiterfahrt I. Blick über den Mondego. auf die hochgelegene Stadt
Montemör Velho (S. 517).
205km Alfarellos (Bahnrestaurant; Ovos molles, s. 8.517), Knotenpunkt
 für die Linie über Leiria nach Lissabon (R. 64).