518 Route 68. ESPINHO. Lissabon-Porto.

Weiter südl, die Avenida do Conselheiro Albano de Mello, mit dem
shem. Karmeliterkloster, worin sich das Grabmal der Brites Lara,
der zweiten Gemahlin des 1604 gest, spanischen Generals Pietro de’
Medici, befindet, Unweit östl, der ehem. Convento de Jesüs, mit dem
Grabmal der h, Johanna, der Tochter Alfons’ V, Weiter südl. gelangt
man zum Stadtpark (Passeio), mit Aussicht auf die Ria und den
Ozean. Hieran grenzt das verfallene Kloster Santo Antonio, das in
einem früheren Couto (locus cautus, „Asyl“) liegt.
Eine Fahrt auf der Riga nach dem Meere zu der Kapelle N. 8. das
Areias („Sand“) bietet, Gelegenheit, die Sumpfvegetation kennen zu lernen,
lie im Frühjahr alles Ahnliche in Europa an Pracht übertrifft.

Die Eisenbahn führt durch das von Kanälen durchschnittene
Land, überschreitet den Vouga, die Vacıa der Alten, und vor (294km)
Estarreja den Antua und tritt dann in ein mit Kiefern bestandenes
“rüheres Dünenland, das an Norddeutschland erinnert.
308km Ovär, Stadt mit 10000 Einwohnern, 5km vom Meere,
am Nordende der Ria de Aveiro, großer Stapelplatz für Holz. —
310km Esmoriz. — Die Bahn durchschneidet die Dünen und führt
am Meeresstrande nach
324km Espinho (Hot, Particular), einem besuchten Seebad, mit
einem interessanten alten Kastell und Konservenfabriken. Arbeiten
sind im Gange, die Eisenbahn weiter landeinwärts zu verlegen, da
das Meer bei Sturmfluten viel Land wegreißt (zuletzt 27. Sept. 1911).
Nebenbahn nach (55km) Albergaria-a-Velha (8, 525). — 327km
Granja (Gasth.: H. de Granja), ebenfalls Badeort, mit schönen
Landhäusern der Portoer, neben einem Pinienwalde, — Weiter
landeinwärts über (330km) Valladares dem hohen Südufer des
Douro zu. Einige Einschnitte zeigen die granitene Grundlage der
fruchtbaren Landschaft. L, erscheint Porto.
330km Villa Nova de Gaia, hochgelegener Ort, mit vielen Landhäusern
 (vgl. S. 531, 537).
Jenseit der Haltestelle General Torres ein Tunnel. Dann überschreitet
 die Bahn, 1. mit prachtvollem Blick auf Porto, aus dessen
Häusermasse besonders die Torre dos Clerigos (S, 532), die Kathedrale
und der bischöfl, Palast hervortreten, die tief eingeschnittene Felsschlucht
 des Douro auf dem 352m 1. und 61m h. *Ponte de Maria
Pia. Die 1876-77 von G. Eiffel &amp; Co. in Paris erbaute, nach der
Königin Maria Pia benannte Brücke besteht aus einem einzigen
Bogen von 160m Spannung, Der Unterbau ist Granit; zu dem Oberbau
 wurden 1450 000kg Eisenstäbe verwendet.
Nach zwei Tunneln läuft der Zug in den Nebenbahnhof (3483km)
Campanh&amp; ein (Straßenbahn in die Stadt s, S. 530, n° 6 u. 7). Er
‘ährt dann zurück, wieder durch zwei kürzere Tunnel, zwischen
lenen man einen Blick auf den Ponte de Maria Pia hat, und endlich
durch den 750m 1. Tunnel das Fontainhas unter dem östl. Teil der
Stadt in den (343km) Hauptbahnhof Porto (S. 529.