Nördl. $ mittl. Stadtieil, COIMBRA. 67. Route. 521

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Hälfte des xvi. Jahrhunderts erhalten, so das Collegio do Carmo
(Pl.B 1), mit einschiffiger Kirche von 1597, die unvollendete Kirche
Sao Domingos (jetzt Wagenfabrik), das Collegio da Graga und das
bis auf den hübschen Hof zerstörte alte Collegio dos Jesuitas, — An
der Stelle des Pateo da Inquisicäo (Pl. B C 4), im N. der Praga 8 de
Maio, befand sich 1566-1821 das Inquisitionsgefängnis.
Am Claustro da Manga und am Glockenturme von Santa Cruz
vorbei gelangt man östl. zu dem Post- &amp; Telegraphenamt und dem
Mercado (Pl. C 1), der morgens wegen der bunten Trachten der
Landbevölkerung besuchenswerten Markthalle. — Weiter erreicht
man, der Straßenbahn aufwärts durch die Avenida de Si da Bandeira
folgend, an dem (1.) Theater vorbei, den Largo de D. Luiz (Pl, E F 2),
an den östl, die verwahrloste (10 Min.) Quinta de Santa Cruz angrenzt,
 ein Überrest der Klostergärten, mit schattigen Anlagen. Ein
Zweig der Straßenbahn führt hier östl. weiter nach Santo Antonio
(S. 5624), ein anderer wendet sich durch die Rua de Alex, Herculano
zum Aquädukt und an dem Botanischen Garten vorbei Zur Universität
fs. 8. 522).

Aus der Rua do Visconde da Luz (S. 520) steigt man neben dem
Tause n° 75 durch den Arco, de Almedina (Pl. 02, 3; „Medina“,
ırab. die Stadt), den Überrest eines alten Stadttores, erst r. hinauf,
Jann durch die Rua de Quebra-Costas. Von hier bei den Stufen 1.
in die Rua de Sub-Ripas (Pl. C 2), an deren Ende 1. der Palacio da
Ruc de Sub-Ripas steht, ein ca. {514 von Jo&amp;o Vaz im Emanuelstil
(8. 483) errichteter Bau, mit altem, z. T. verwittertem Ornament an
der Hauptfront und schönen in die Wände eingelassenen Porträtmnedaillons
 an den Seitenfassaden.
Weiter hinauf zur (r.) Rua dos Coutinhos und in dieser südl.
(r.) hinab zu der auf einer Terrasse erbauten „Alten Kathedrale“,
*g6 Velha (Pl. CO 3), gewöhnlich kurz @ Velha genannt. Der
mächtige romanische Bau, der dem xız. Jahrhundert angehört, erinnert
 mit seiner Zinnenbekrönung, dem weit vorspringenden großartigen
 Mittelbau und den schmucklosen Strebepfeilern an den
Ecken mehr an eine Festung als an eine Kirche. Die Porta Especiosa
an der Nordseite, ein zierlicher dreigeschossiger Frührenaissancebau,
 mit reizenden Ornamenten und einem Madonnenrelief im
Pympanon, ist ein Werk des 5. 520 gen. Meister Nikolaus, Kin
aingemauerter Sarkophag enthält die Gebeine des Dom Sisnando, des
ersten christlichen Gouverneurs der Stadt.
Das Innere (nur vorm. bis 42 Uhr offen), dreischifig "mit Querhaus
und drei halbrunden Apsiden, hat im xvı. Jahrh. viele Renaissancezutaten
arhalten, ist 1717-39 ganz modernisiert undEnde des vorigen Jahrhunderts
abermals restauriert worden. Die Pfeiler haben interessante romanische
Kapitäle. Die Wände der Seitenschiffe sind mit schönen Fliesen bekleidet.
— "Die (4.) Capella de Sao Miguel, im r. Seitenschiff, hat am Altar sechs
Bilder der portugiesischen Schule. — Die Cap. do Sacramento, in der südl.
Nebennpsis, ist von 1566; daneben das Grabmal des Erbauers, des Bischofs
JoXo Soares. — Den großen spätgatischen Hochaltar (altar-mör), von Olivier