322 Route 67. COIMBRA, _ Südöstl, Stadtteil,

von Gent, stiftefe der kunstfreundliche Bischof Jorge d’Almeida (1481-1543);
 nebenan in der Cap. de Säo Pedro, der nördl. Naebenapsis, ein
Renaissance-Retabulo mit Apostelstatuen und mehreren Reliefs. Daueben
in der Nordwand das Grabmal des gen. Bischofs Almeida, An derselben
Wand die Grabdenkmäler der Dona Bataca, einer Tochter der griechischen
Prinzessin Irene und des Grafen von Ventemiglio, und das des Bischofs
Egas Fafes (Xım, Jahrh.). — In dieser Kirche wurde der Großmeister von
Aviz als König Johann I. gekrönt (S. 454). Der südl. anstoßende Kreuzzang
 wird zur Zeit restauriert,
Nun auf der Nordseite der Kathedrale durch die Rua do Cabido
stets geradeans steil hinauf zu der romanischen, 1169 erbauten Kirche
S@o Salvador (Pl. D 2), dann durch die Rua do Salvador und den
(r.) Arco do Bispo hinauf nach dem
Largo da Feira (Pl. D 2, 3), an welchem im N. die S6 Nova
(Pl.D 2), ein Spätrenaissancebau von 1580, mit großer Barockfassade,
steht. Ihre Sakristei enthält eine Anzahl alter Bilder, meist yon
portugiesischen Malern, der Domschatz (Thesouro da S6) wertvolle
Kirchengeräte des XxIL-XVI, Jahrhunderts, Meßgewänder, Wandteppiche
 u. a. — Unweit westl. liegt der von dem Bischof Affonso
de Castello Branco zu Ende des xvı. Jahrhunderts erneute, jetzt
verwahrloste Paco Episcopal (Pl. € D 2, 3); von der schönen zweigeschossigen
 Renaissance-Säulenhalle im Hofe hübscher Blick. —
An die NO.-Ecke des Platzes grenzt der Largo do Marquez de Pombal
(PL D 2), mit dem Naturgeschichtlichen Museum und dem stattlichen
Chemischen Laboratorium.
Wir wenden uns aus der SO.-Ecke des Largo da Feira, 1. neben
der Trauerweide und einem Brunnen mit drei Masken, hinauf zu dem
Largo do Castello (Pl. D 3), auf welchem die 1772 niedergerissene
 Burg von Coimbra stand, dann weiter an den großen Bogen
des unter König Sebastian 1570 von Filippo Terzi erbauten Aquedueto
 de Säo Sebastiäo entlang und an dem (x.) Collegio de Sao Bento
(PLD E3, 4; jetzt Lyceu central) vorüber zum Eingang (r. hinter
den Wasserleitungsbogen) des *Jardim Botanico (Pl. E 4), der
als öffentliche Promenade viel besucht wird. Auf der Terrasse an
der Ostseite erhebt sich ein sitzendes Marmorbild des Botanikers
Brotero (xvı Jahrh.). .
An der Ostseite des Botanischen Gartens liegen der ehemalige Convento
de Sant’ Annt (Pl. FA) und die Penitenciarig (PL. F 3, 4; Zeilenzefängnis).
Neben der letzteren führen aussichtreiche Fußwege zu dem Penedo da
Saudade („Sehnsuchtshügel“).
Zurück zum Largo do Castello und 1. in die Rua do Infante
Dom Augusto (Pl. D 3). Hier befindet sich in dem ehemaligen
Collegio de S@0 Paulo das Museu de Antiguidades (Schließer im
1.’Stock, 100 rs.), das u. a. Fundstücke aus dem ca. 15km südl.
gelegenen Conimbrica (vgl. S. 519) enthält. Weiter zur Universität,
vor der r. seit 1881 ein einfaches Camöes-Denkmal steht: 1. ist ein
Theatro academico im Bau.
Die Universität (Pl. CD 3), amtlich Pagcos das Escolas genannt,
nimmt seit 1540 die Stelle des alten, von Emanuel umgebauten
Königspalastes ein. Ihre im xvrm. und xvm Jahrhundert z 7