Linkes Flußufer. COIMBRA. 67. Route. 5283

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arneuten Gebäude umgeben einen rechteckigen Hof mit hübschen
Anlagen. Der uniformierte Peodell (archeiro) besorgt einen Führer
(Trkg.). Beim Eintritt durch die sogen, Porta Ferrea, von 1634, hat
Man r. das Collegio mit der Wohnung des Rektors, den Hörsälen und
aer „Via Latina“, einem Säulengange; gegenüber 1. die Bibliothek
and die Sternwarte (s. unten). In der Sala dos Actos, der Aula, aus
3er Zeit Johanns III, mit schönen Wandfliesen und Muldendecke,
Anden die Festversammlungen und, nach dem von Johann I, 41431
vorgeschriebenen Zeremoniell, die sehenswerten Doktorpromotionen
statt. In einem andern mit rotem Samt und vergoldetem Schnitzwerk
 ausstafflerten Saale hängen die Bildnisse der Rektoren, von
Garcia d’ Almeida (1537) an, — Die Universitätskirche, mit Portal im
Emanuelstil (S. 483), ist die alte, von Pero Anes (+ nach 1518)
arbaute Schloßkapelle. — Die prunkvoll ausgestattete Bibliothek
(bis 1 Uhr geöffnet) enthält an 100000 Bände, meist aus ehem,
Klöstern. — Aus der SW.-Ecke des Hofes und von dem Turme der
Sternwarte hat man eine prachtvolle Aussicht.
Die Universität zählt ca. 70 Professoren (Zentes oder cathedrdticos) und
Privatdozenten (substilustos ) und ca. 1200 Studenten (estudantes). Sie hat fünf
Fakultäten: Theologia, Direito, Medicina, Mathematica, Philosophia. Die
Vorlesungen währen vom Herbst bis Ende Mai, worauf bis Ende Juli die
Prüfungen stattünden. Die Studienzeit beträgt fünf (für Mediziner acht)
Jahre. Man wird dann baucharel Formado , später Zicenciado, Zum doutor
gehören noch ein Studienjahr und eine zweite Prüfung. — Die Tracht
der Studenten, ein bis an den Hals zugeknöpfter (jetzt auch vielfach offen
getragener) Rock (batina) mit übergeworfenem schwarzen Mantel (capa),
öhne Kopfbedeckung, wiederholt sich fast in allen Städten hei den Schülern
der Lyzcen.
Nun auf dem. kürzesten Weg hinab zur Mondegobrücke (Pl, B 4),
die ebenfalls wegen der schönen Aussicht auf Fluß und Stadt berühmt
 ist. Sie nimmt die Stelle einer 1543 von Emanuel errichteten
Brücke ein, die ihrerseits eine ältere von Aff, Henriques ersetzte,
Am linken Ufer des Mondego sieht man gleich 1, die
Ruinen des 1286 gegründeten, 4330 erneuten Klosters Santa Clar@
@ Velha („das alte“), halb zerstört, halb vom Flußsand begraben.
Bei der Kirche N.S. da Conceic£o vorüber steigt man zur Höhe des
Monte da Esperanca (S. 519), auf der das 1649 von Johann IV. erbaute
 neue Kloster Mosteiro de Santa Clara liegt, mit der Kirche
Santa Isabella (St. Elisabeth, Gemahlin des Königs Diniz) und herrıicher
 Aussicht auf die Stadt von der Terrasse davor. Die Kirche ist
in zwei Teile geschieden, der eine, für Laien unzugänglich, mit dem
3ilberschrein (von 1644) und dem aus dem alten Kloster stammenden
Grabmal der h. Königin (spätgotisch, XIV. Jahrh.).
Der beim alten Klarakloster von der Landstraße links abzweigende
Fahrweg führt in etwa 7 Min. nach der (r.) ehemals berühmten
Quinta das Lagrimas, Privatbesitz und nur an Wochentagen bis
11/2 Uhr auf Anfrage zugänglich. Der kleine Park hinter dem
Herrenhaus enthält hinten ein viereckiges Wasserbassin, das aus der
IYuelle Fonte dos Amores an der Rerglehne gespeist wird. Der Park