526 Route 68. GUARDA,

das 6km westl. gelegene Guarda (1093m; Gasth,: H, Central,
H, Santos), Städtchen von 4600 Einw. und Bischofssitz, 1199 von
Sancho I, als „Schutzwehr“ gegen die Mauren gegründet, mit Kastell
und alten Stadtmauern; die Kathedrale, im Hochrenaissancestil, ist
aus der Mitte des xvı. Jahrhunderts,
Von Guarda nach Abrantes, 21jkm, Eisenbahn in ca. 61/2 St., für
4260, 38310, 2360 rs. — Von (99km) Beimonte Diligence nach Manteigas (30km
für 710 r8,), in der Serra da Estreila (s. unten). Die Bahn führt im fruchtbaren
 Tal des Ze&amp;zere abwärts und überschreitet diesen. — 47km Oovilh&amp;
(Gasth,: Grande Hotel Covilhanense; Wagen bei Caixa), aufblühende Industriestadt
 von 15500 Einw., hoch über der Bahn (1/2 St., Diligence 100-150 rs.)
malerisch am SO.-Abhang der Serra da Estreila gelegen, Ausgangspunkt
für Ausflüge in das Gebirge.
Die granitene Serra da Estrella, das Quellgebiet des Mondego (nur der
Zezere Nießt nach S. in den Tejo), im Malh@o bis zu 1991m aufsteigend,
wird von zahlreichen Ziegen- und Schafherden bevölkert, die Rohmaterial
für die Tuchfabriken von Covilhä liefern. Ausflüge sind nur Juli-Mitte Sept,
ratsam (auch dann sind die Nächte kalt). Da Unterkunft und Proviant
kaum erhältlich, hat man sich demgemäß auszurüsten. Am bedquemsten
ist der Aufstieg vom NW.-Abhang aus; Eisenbahnstationen Nellas und
Fouveia (9. S. 525). Von Nellas (Fuhrhalter Augusto Rodrigues) Diligence
nach (23km) Ceia (Hosp. Riffa) für 510 ra, Von Gouveia (Wagen bei Mon-;eiro
 Canellas) sind ca, 20km bis Ceia. Von hier oder dem 1/2 St. südl. gelegenen
 S. Romäo beginut die dreitägige ostwestliche Wanderung (Führer
za, 800, Reittier ca. 50) rs, tägl.), die am ersten Tag zu dem ehem. meteovolog.
 Observatorium von Manteigas (Poio Negro, 1496m) ca, 8km westl.
vom Ort, und etwa bis zu dem Zapdo do Roncä (1659m), wo man unter
zinem überhängenden Felsen biwakiert, am zweiten zu mehreren malefischen
 Seen und der Hauptmerkwürdigkeit, den wild zerklüfteten Felsen
der Cantaros, am dritten auf den oben gen. Malh@o führt, worauf man
den Rückmarsch antritt. — Für bequeme Reisende genußreich ist auch
sine Wagenfahrt nach MS (720m; dürftiges Nachtquartier; 8, oben),
von wo Fahrstraßen nach (20km) Gouveila (s, oben), nach (30km) Guarda
{s. oben) und nach Belmonte (s. oben) führen,
Hinter CovilhX überschreitet die Bahn den Züzere und gleich darauf
seinen Nebenfluß Meimön. -— 65km Fund@o. Durch gut angebaute Landschaft
 in großem Bogen ostwärts. — 74km Fatalla-Peramacör, Station für
las 20km ö., nahe der spanischen Grenze gelegene Städtchen Penamacör.
— Durch einen Tunnel nach (80km) Valle de Prazeres. — Die Bahn führt
durch die öatl. Ausläufer der Serra Quardunka (122Äm). Mehrere Tunnel.
— 119km Castello Branco (477m; Gasth., dürflig: X. Francisco, P. 1000 r8.,
u. a.), ärmliche Provinzhauptstadt von 7500 Einw., überragt von den spärlichen
 Trümmern eines Kastells, In der 1682 neu erbauten Kirche 8. Miguel
‘„Se“) ist die Capella-mör mit Marmor geschmückt, der in den Brüchen
unweit der Stadt gewonnen wird. — Die Bahn senkt sich durch mehrere
Tunnel nach (133km) Sarnadas hinab, — Bei (140km) Vill@ Velha de Rodam
hat man 1. die Portas de Rodam, eine großartige Felsenge, in welcher der
Tejo auf 45m Breite eingeschnürt wird. Die Bahn führt auf dem malerischen
 r. Ufer abwärts, Zahlreiche Kunstbauten. — 185km Belver, mit
nochragendem Kastell. — Hinter (207km) Alferrarede überschreitet die Bahn
den Tejo. — 218km Abrantes (8. 457).
Unsere Linie berührt weiter (167km) Villa Fernando, (176km)
Cerdeira, überschreitet bei (194km) Freindda (793m) den Cöa, einen
Nebenfluß des Douro, und senkt sich nach (202km) Villar Formoso
(S, 160), von wo Landstraße nach der alten Grenzfeste Almeida.