BUSSACO. 68. Route, 527

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Bussaco.
Die nächste Bahnstation ist Zuso (S. 525), von Lissabon mit dem Südsxpreß
 (Luxzuszug, S. 543) in A, von Porto mit dem Frühschnellzug (nur
Jieser hat in Pampilhosa unmittelbaren Anschluß) in 3 St. zu erreichen.
Oroßes Gepäck kann man in Pampilhosa lassen und das Billett Pampilbosa-Luso
 vom Kontrolleur nehmen. Omnibus und Esel (300 rs.), auch Wagen
4000 rs.) bei Ankunft der Schnellzüge in der Regel am Bahnhof (Fahrzeit
2 St.). — Wagen von Pampülhosa 8. S. 517.
Gasın,.: Palace Hotel da Matta {„Waldhotel“), Bes, P. Bergamin
in Pampilhosa, 80 Zimmer von 1200 rs. an, G. 700, M. 800 v8. ohne Wein,
P. bei längerem Aufenthalt von 2500 rs. an (akkordieren), kein Aufzug,
Heizung nur im Erdgeschoß,
Die Domäne o Bussäco (ca. 400m ü. M.) wetteifert an landschaftlicher
 Pracht mit Cintra. Der Wald findet an Mannigfaltigkeit
Jer Bäume und Sträucher in Europa nicht seinesgleichen, und die
Aussicht westl, bis zum Ozean, östl, bis zum Estrellagebirge ist ebenso
 malerisch wie weit umfassend,
Inmitten des Waldes erhebt sich neben und an Stelle eines 18834
aufgehobenen Trappistenklosters der *Prachtbau des Hotels, 1888-1905
 nach dem Entwurf des Italieners Luigi Manini im Emanuelstil
(8. 483) aufgeführt, mit reichem Skulpturen- und Azulejosschmuck
von Jose Barata und Anacleto Garcia, Fresken von Condeixa u, a.
Ursprünglich als Sommerfrische für die königl. Familie errichtet,
trägt der Bau den praktischen Anforderungen eines modernen Hotels
nicht genügend Rechnung. Ringsum wundervolle portugiesische
Zypressen (S. 453). Vom Kloster sind erhalten die bescheidene
Kirche, 1628-60 erbaut, der Kreuzgang und einige Mönchszellen,
Aeren Wände zum Schutz gegen Feuchtigkeit mit Kork bekleidet
sind. Der Schmuck der Außenseiten mit schwarzweiß oder -rofem
Kieselsteinmosaik ist charakteristisch für Bussaco,
Der ** Wald (a matta oder a floresta), den eine fast 5km lange
Mauer mit 9 Toren umschließt, vereinigt die einheimische Pflanzenwelt
 mit exotischen Baumarten, die z. T. schon im XvI, Jahrh. von
portugiesischen Seefahrern mitgebracht, z, T. seit der Mitte des
xrx. Jahrh. von der Forstverwaltung angepflanzt wurden, Mit nordeuropäischen
 Birken, Tannen, Kiefern, Fichten, Eichen, Linden,
Erlen, Ulmen wechseln Kastanien, Korkeichen, riesige Platanen,
mehrhundertjährige Zypressen, Lorbeer-, Kampferbäume, Palmen,
Baumfarne. Neben Birmn-, Apfel-, Pflaumenbäumen gedeihen
Orangen und Zitronen, Efeu, Ginster, Erika sind von wunderbarer
Üppigkeit. Der Stolz Bussacos sind die riesigen Zedern, sowohl
vom Libanon, wie atlantische und indische Arten. ‚Prachtvoll ist die
Zedernalles der Avenida do Mosteiro, des alten Hauptzugangs zum
Kloster vom Tor von Coimbra her, Die Straße von Luso mündet im
nordwestl. Teile des Waldes, der im letzten Viertel des x1x. Jahrh.
hinzugekauft worden ist. Fußwege durchziehen den Wald nach allen
Richtungen und führen zu den Einsiedeleien (Ermidas) und Passionskapellen
 (Passos} aus der Klosterzeit, die zwar leer stehen, aber von
der Landbevölkerung noch besucht werden. Zahlreiche Quellen